Hamburg (Finkenwerder) – Bremen


Eine klassische Strecke im norddeutschen Raum ist der Radfernweg Hamburg - Bremen. Vor einigen Jahren war dies die erste Tour mit dem nagelneuen Randonneur, noch vor offizieller Einweihung. Damals konnte ich mich kaum auf dem Sattel halten. Das haben die frischen Brooks so an sich, aalglatt eben.

Die ausgeschilderte Strecke ist ca. 150 km lang und verläuft über Hollenstedt, Sittensen, Zeven, Wilstedt und Fischerhude. Natürlich geht es auch kürzer, nicht jeder Schlenker muss gefahren werden.

Über Naviki habe ich mir eine alternative Route über Buxtehude, Harsefeld, Anderlingen, Ostereistedt, Tarmstedt, Wilstedt und Lilienthal erstellen lassen. Zu fahren sind ca. 110 km. Aufgrund der vorherrschenden Windrichtung ist die Süd-Nord-Route empfehlenswert. Eine weitere Variante ist im Radreise-Wiki des Radreise-Forum zu finden.

Es bahn sich etwas an...

Es bahn sich etwas an...

Leider bin ich der Empfehlung nicht gefolgt. Das Wetter der letzten Tage war hervorragend. Es änderte sich genau zum favorisierten Wochenende. Regen wurde angesagt, okay nicht ungewöhnlich, jedoch kein Grund, die Tour ausfallen zu lassen.

Interessant ist, dass haegar aus dem Radforum genau vor zwei Wochen die Heimroute wählte und vorrangig den Nordwind zu spüren bekam.

Allerdings konnte ich nicht ahnen, dass mich der Wind den ganzen Tag aus der falschen Richtung begleiten würde. Alle entgegenkommenden Radler bewegten ihr Gefährt derart freudig und leichtfüßig, dass ich mich mehrmals ertappte, umkehren zu wollen.

Abgesehen von diesen “Kleinigkeiten” verläuft die Strecke zum größten Teil abseits der stark befahrenen Strassen, meist auf Feldwegen, teilweise mit etwas Schotter, ruhigen Nebenstrassen und durch die Wälder. Das Highlight ist m.E. der Radweg ab Lilienthal entlang des Kanals, die Anfahrt nach Bremen am Kuhgrabensee vorbei und  schließlich das Ausrollen im Bürgerpark.

Trotzt des Kampfes gegen den kalten Wind konnte ich hin und wieder die Landschaft genießen. Die Vierbeiner auf den Weiden verfolgten meine Anstrengungen immer sehr aufmerksam, einige sogar lautstark.

Am Bremer Hauptbahnhof kam ich so pünktlich an, dass ich mich vor der anstehenden Heimfahrt noch eine Stunde erholen konnte.

Was für ein Zeitmanagement!

118 km - ∅ 16,3 km/h