Büchen – Hamburg


So langsam scheint sich der ständige Frost abzumelden. Gerade richtig, um die Straßensaison zu eröffnen. Deshalb entschloss ich mich zu einer kleinen Tour im Herzogtum Lauenburg. Die Anfahrt gestaltet sich von Hamburg aus immer schwierig. Die Bahninfrastruktur lässt in Sachen Direktverbindung Richtung Osten wirklich zu wünschen übrig. Ein guter Ausgangspunkt ist Büchen, sehr gut zu erreichen. Lüneburg geht auch, allerdings würde die Tour entsprechend länger werden. Von Büchen aus plane ich die Route entlang des Elbe-Lübeck-Kanal, der genau an der Grenze zum Naturpark Lauenburgische Seen verläuft. Hinter Mölln geht es dann wieder Richtung Hamburg. Insgesamt sind ca. 80 km zu bewältigen.

Früh morgens mache ich mich auf den Weg. In der Bahn herrscht schon der Ausnahmezustand. Die Rostocker Fans haben das Fahrradabteil in Beschlag genommen, die halbe Stunde bis Büchen ist sehr unterhaltsam. In Büchen bemerke ich dann, dass der Weg am Kanal nicht befahrbar ist, war eigentlich zu erwarten. Ab jetzt also Landstrasse, denn selbst Nebenstrassen sind teilweise nicht frei von Schnee und Eis. Die erste Tour des Jahres soll kein Abenteuer werden. Bei wenig Verkehr radele ich parallel zur eigentlich Route. Teilweise zeigt sich die Sonne, ansonsten ist es kalt. In Duvensee lege ich bei Freunden eine kleine Pause ein.

Danach geht es Richtung Heimat, nach Westen. Es wird kälter und der Wind kommt nur noch von vorn. Gegenwind ist immer unerwünscht, bei diesen Temperaturen besonders unangenehm. Zudem fängt es an zu schneien. Das reicht, in Siek gebe ich auf und fahre die nächste U-Bahn Station an. Es ist wieder einer dieser bekannten Momente, in denen sich zeigt, wie belastbar man ist.

Am nächsten Tag schmerzen natürlich alle Glieder, der Nacken und vor allem das Hinterteil. Auch das ist nichts Neues, Eingewöhnung dagegen alles. Trotzdem war es eine schöne Tour. Im Sommer werde ich sicherlich die geplante Route erneut in Angriff nehmen.

63,5 km - ∅ 16,3 km/h | Link zur geplanten und gefahrenen Route