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Sondereditionen Radtaschen

Bei der Wahl der Radtaschen kommt man über kurz oder lang nicht an den Ortlieb Back- und Frontrollern vorbei. Natürlich gibt es seit einiger Zeit Konkurrenzprodukte, einige sogar preiswerter, aber ich bin mit meinen unverwüstlichen Ortlieb zufrieden. Wer sich erstmal ein Bild der Marktlage machen möchte, sollte die Globetrotter Eigenmarke Meru, Vaude, Mainstream oder auch die edlen von Brooks anschauen.

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Auf die Unterschiede möchte ich im Detail gar nicht weiter eingehen. Die findet man ganz schnell in den einschlägigen Foren heraus.

Für die Ortlieb-Fans gibt es aber einige interessante Sondereditionen, die zu dem bis zu € 30,-- pro Paar billiger angeboten werden und das jeweilige Firmenlogo des Anbieters tragen.

- Globetrotter
- Unterwegs Outdoorshop
- Peak Outdoor
- Bike-Components
- Rose Versand
- Rose Versand
- taz.shop
- CAMP4
- ADCO (Adventure Company)

Also, wer gerade auf der Suche ist, es lohnt sich. Bei Globetrotter gibt es sogar die ganze Classic-Reihe (Back-, Frontroller u. Lenkertasche Ultimate, sogar das passende Rack-Pack).
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Einfahren der Winterreifen

Zwischenzeitlich habe ich es mit dem Randonneur und den neuen Pneus durch den Schnee geschafft. Grundsätzlich geben die Continental Top Contact Winter wesentlich mehr Sicherheit als die Sommerreifen. Man verliert weniger den direkten Kontakt zur Strasse, rutscht fast gar nicht auf den glatten Schneedecken und selbst wenn, dann endet es nicht sofort mit einem Sturz.

Kurzum: Sie sind zu empfehlen und spiegeln meine Erwartungen vollkommen wider.
Bei Glatteis oder frischem Neuschnee bzw. nicht festgefahrenem Schnee oder Schneematsch ist natürlich keine großartige Besserung zu erkennen. Da helfen nur Spikes auf der einen und wesentlich dickere Reifen auf der anderen Seite.

Die Contis helfen leider auch nicht bei dem größtem Problem der Radler, welches im Winter mit höchster Vorsicht zu beachten ist.

Es handelt sich um die anderen Verkehrsteilnehmer, die sich mit bewusster und unbewusster Rücksichtslosigkeit durchs Land schlagen.

Da haben wir die Fußgänger, die sich natürlich nicht vom Trampelpfad bewegen lassen. Ihnen ist nicht klar, dass der Fahrradfahrer selbiges nun wirklich nicht ohne anhalten tun kann. Aber ein kleiner Schritt zur Seite scheint einfach zu viel. Sie ziehen es nicht ins Kalkül, dass sie sich dadurch selbst gefährden.

Autofahrern begegne ich ebenfalls regelmäßig, am liebsten in der verkehrsberuhigten Zone mit einer Fahrspur, Sperrflächen und seitlich parkenden Autos, manchmal sogar in der zweiten Reihe. Eine Fahrspur zeichnet sich im Winter optisch ab, genauer genommen zwei Spuren und in der Mitte der angehäufte Schnee. Ach ja, am Strassenrand der Rest.

Nach Aktivierung des zerebralen Zentrums sollte jedem Verkehrsteilnehmer, also auch den Autofahrern klar sein, dass dieses Subjekt auf zwei Rädern, welches der natürlichen Witterung ausgesetzt ist, und nicht im wohl temperierten Fahrzeug sitzt, sich nicht der Gefahr aussetzt, die aktuelle Fahrspur zu verlassen um ins Gras bzw. in den Schnee zu beissen.

Nein, es bleibt stur in der Spur.

Für diese Untat erntet es Blendungen und lautstarke Töne. Weltklasse, wird aber nicht helfen!


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Die Idee einer Wintertour und deren Folgen..

Vor ein paar Tagen kam mir die Idee zu einer kleinen Wintertour. Dabei stellte ich mir natürlich die optimalen Bedingungen vor: angenehm kalt, freie Wege und die Sonne bei klarem Himmel in der verschneiten Winterlandschaft. Wenig später musste ich mich jedoch mit der Realität auseinander setzen: Regen, Dunkelheit, nasse Kälte, fast unfahrbare Wege etc. Muss man sich wirklich nicht im Detail ausmalen.

Es folgt wie immer der Ausrüstungs-Check - alles paletti, kann losgehen oder war da noch etwas?

Oh ja, halb abgefahrene Reifen, die Marathon XR von Schwalbe. Ich brauche neue Reifen. Wie wäre es mit Winterreifen, der Winter scheint schon da zu sein, das Thema ist gerade brandaktuell und bewegt die ganze Nation.

Für Fahrräder gibt es ebenfalls spezielle Winterbereifung, schon seit Jahren. Spikereifen aus Scandinavien von Nokian sowie von den beiden größten deutschen Herstellern Schwalbe und Continental. Das Problem bezüglich der Spikereifen ist, dass man bei nicht festgefahrenem Schnee oder Eis ein rollendes Orchester abgibt, auch wenn die Griffigkeit der Spikes durch den Luftdruck etwas reguliert werden kann. Je höher desto weniger der Bodenkontakt. Die Vollspikereifen erhöhen zudem den Rollwiderstand und können die Durschnittsgeschwindigkeit unangenehm verringert, zusätzlich zu der verkürzten hellen Fahrzeit im Winter.

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Einen Kompromiss bieten die Snow Studs von Schwalbe, bei denen die Spikes an den Aussenseiten angebracht sind und bei hohem Reifendruck nicht die Fahrbahn berühren sollen. Die Konkurrenz von Continental entwickelte den Top Contact Winter, der gänzlich auf Spikes verzichtet, dafür mit einer speziellen Gummischung für die kalte Jahreszeit und einem speziellen Profil, das auch bei Schnee und Eis halt bieten soll, feil geboten wird. Ein Reifen für den städtischen Winter.

Ich entscheide mich für den Conti und gegen die Spikes. Wunderbar, stundenlange Recherche beendet, endlich bestellen.

Pustekuchen, niemand hat den Reifen da. Ich rufe bei Conti direkt an, nix zu machen. Sie hinken den Bestellungen nach. Ich könne aber mal bei der ZEG (Fahrradeinzelhandelverbund) mal nachfragen, die haben eine große Lieferung bekommen. Bei ZEG ist der Top Contact Winter gar nicht gelistet, schon komisch.

O.K., was nun? Doch mit den Sommer-Pneus los. Nein, ich nehme den Snow Stud. Bingo, hat auch keiner mehr. Ich drehe durch und gebe es auf. Etwas später sind Hamburgs Strassen verschneit und teilweise glatt. Da mache ich mal den Test. Zum Einkaufen geht es mit dem Velo. Anstandslos gelange ich von A nach Z, keine Probleme bei angepasster Geschwindigkeit, etwas langsamer als sonst.

Ich passiere zwei Fahrradhändler und denke nicht mal dran, mich nach den Reifen zu erkundigen. Beim dritten schaue ich schließlich doch rein und frage nach. Haben Sie Winterreifen? Natürlich. Der Verkäufer greift um sich, schwingt zwei Reifen hervor und beginnt mich über die Reifen aufzuklären. Ich schaue, weiß bescheid und frage Ihn wie es sein kann, dass er die Contis hier hat, die in ganz Deutschland nicht zu bekommen sind. Man erinnere sich an sein natürlich. Das hörte sich so an, als ob das gesamte Lager damit voll sei. Seine Antwort war ziemlich knapp. Es sind die letzten beiden.

Schön, es waren seine letzten beiden, jetzt sind es meine.

So gelang ich dann doch an Winterreifen, leider ein Drittel teurer als im Netz. Zumindest hatte ich sie in der Hand. Na ja, es sind Reifen und keine Handschuhe. Die müssen ans Rad. Ich bin zwar kein Handwerks- oder Mechanikgenie, für den Reifenwechsel und die übliche Wartung reicht es im Allgemeinen aber schon.

Ich beginne mit dem Hinterrad, sehr schlau. Erst mal den schwereren Teil angehen. Das Hinterrad habe ich schon lange nicht mehr ausgebaut, wegen der Kettenspannung bin ich trotzdem alle 3 Monate dran. Nachdem ich die entsprechenden Schrauben löste, habe ich es gesehen. Es ist mir sofort wieder eingefallen, die sind für die Ausfallenden. Gut, dann eben weiter und ran an die Pitlocks von der Rohloff-Nabe. Kein Problem, Rad ist raus, Reifen schnell gewechselt. Wegen des Lösens der Ausfallenden begann dann die mühsame Fummelei, das Rad wieder richtig zu montieren. Ach ja, die Teildemontage der Magura HS 33 ist ein Kinderspiel. Das nächste Mal vielleicht doch ein kurzer Blick in die Handbücher, nur zur Sicherheit.

Das Vorderrad wechsele ich dagegen sogar blind. Ging ganz schnell, raus aus der Gabel, vorher noch die Kontakte vom SON ziehen, Reifen wechseln und wieder rein. Die Kabelage des Nabendynamos zum Scheinwerfer und der ZZing-Aufladevorrichtung sah leider nicht mehr so gut aus und musste auch erneuert werden. Die ganze Aktion kostete insgesamt 3 Stunden. Völlig entnervt geschah dann das Unglück.

Beachte Drehmoment, auch wenn kein Drehmomentschlüssel vorhanden ist. KNAAAACK!!

Das war die Pitlock-Mutter, grandios. Die neuen Reifen sind drauf. Die Vorfreude der ersten Probefahrt zerplatzt am 14er Schlüssel in einer Nano-Sekunde.

Und der Schock kommt nach der Erkenntnis, dass es sich um codierte Teile handelt, die eine gewisse Lieferzeit haben. Um es kurz zu machen. Ich musste nur die Achse tauschen, aber trotzdem direkt bestellen, da sämtliche Händler nur das komplette Paket verkauften. Zwischenzeitlich begnügte ich mich mit gewöhnlicher Inbus-Achse.

Bei richtigem Schneeeinsatz konnte ich die Conti leider noch nicht testen. Das wird schon.

Die Tour ebenfalls in Kürze.

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Bike Computer

Das Leistungsmessinstrument des Radlers ist schon lange nicht mehr nur ein reiner Kilometerzähler. Nein, es überwacht inzwischen den gesamten Antrieb. Ich warte schon auf die biometriegestützen Systeme, die natürlich auch den eigenen Genpool auf Veränderungen bzw. Mutationen während bestimmten Phasen des Radlerlebens inspizieren und sofortige Gegen-, oder besser Anpassungsmaßnahmen ergreifen.

Die aktuellen abgedeckten Bereiche neben den Standards zur Kilometerleistung, Geschwindigkeit und Zeit sind Temperatur-, Altimeter-, Trittfrequenz- und Herzfrequenzfunktionen.

Für den Reiseradler sind die Standards, Temperatur und die Höhenfunktionen interessant. Allerdings habe ich immer wieder Probleme mit der Kalibrierung und deshalb sind die erfahrenen Werte nicht immer aussagekräftig. Interessant ist dann der Vergleich mit den ermittelten Werten aus der GPS-Software und Google Earth.

Irgendwann hörte ich auf, mich mit den genauen Höhenwerten zu beschäftigen. Die bezwungene Passhöhe, wohl eher der wichtigste Wert, ist meist auf einem Schild am Pass selbst zu sehen.
Die Werte km, km/h, Fahrtdauer, Uhrzeit und Temperatur geben schon eine gute Charakteristik der Reise wieder.

Wie bei jedem Ausrüstungsteil steht man vor der Qual der Wahl. Es gibt mehrere Hersteller von Bike-Computern. Ich begann mit einem Sigma BC 1200, der die Standards beherrschte. Später kaufte ich den Ciclo HAC 4 mit weiteren Altimeter- und Herzfrequenzfunktionen, die ich aber nicht nutzte. Der Vorteil lag vorallem darin, dass er auch als Armbanduhr zu verwenden ist.

Beide Modelle basieren auf Funkübertragung, was zusätzliche Batterien benötigt. Eine Batterie bei kabelgebundenen Geräten und mindestens zwei bei der kabellosen Variante. Damals noch ohne Batteriestandanzeige, so dass man nie wußte ist die Empfänger- oder Sendeenergiequelle alle. Auf der NSCR - Tour passierte es mir, dass der BC 1200 auf einmal nicht mehr ging, obwohl genug Saft vorhanden war. Scheinbar gab es Probleme bei der Übertragung. Darauf ersetzte ich die Fahrradhalterung mit der Kabelversion und alles war gut.

Trotz der heute verfügbaren besseren digitalen Funkübertragung habe ich mir gerade den BC 1609 zugelegt. Alle nötigen Funktionen sind vorhanden, inkl. Beleuchtungsmöglichkeit bei Dunkelheit. Mit einem zusätzlichen Halter benutze ich ihn an beiden Rädern. Zusammen mit der GPS-Aufzeichnung habe ich dadurch eine günstige und ausreichende Informationsquelle.

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Navigation im Einsatz

Navigation ist heutzutage eines der wichtigsten Themen für Radler. Dabei ist es egal, ob man im Heimatrevier seine Runden dreht oder auf lange Tour geht. Für die Radreise sind Papierkarten m.E. unerlässlich. Während der Vorbereitung helfen sie, da mehr Informationen erhalten und sofort sichtbar sind, als in den Online-Varianten. On Tour bieten sie viel Sicherheit, falls das Navi ausfällt oder eine Routenänderung erforderlich bzw. gewünscht wird. Auf dem Navi ist es ziemlich schwierig, sich einen Überblick über alternative Routen zu verschaffen.

Seit einigen Jahren habe ich das Etrex Legend Cx von Garmin im Einsatz, welches mit AA-Batterien betrieben werden kann und sehr auf Outdoor getrimmt ist. Mit meinem ZZing kann ich es sogar über den Nabendynamo laden bzw. betreiben.

Im Gegensatz zu den neuen Produktgruppen von Garmin, ist die Speicherung und Aufzeichnung von Tracks beschränkt, da hierfür nur der interne Speicher belegt wird. Der externe, also Micro-SD, steht nur für weiteres Kartenmaterial zur Verfügung. Trotzdem kann man mit einigen Tricks, wie der Erstellung einer Overlaymap, die den gesamten Track bereits enthält und zu- bzw. abgeschaltet werden kann, oder der Trackspeicherung im ActiveLog, der eigentlich für die Aufzeichnung zuständig ist, das Gerät ausreichend ausreizen. Für längere Touren, die somit zu viele Trackpunkte enthalten, empfiehlt sich generell, ein Notebook o. ä. mitzuführen. Neben der Pflege der Webpage, Speicherung, Bearbeitung und Veröffentlichung der Bilder sowie evtl. Filmmaterial, kann auch das Navi versorgt werden.

Softwareseitig begann ich, wie wahrscheinlich fast jeder, mit der hauseigenen Garmin Software Mapsource. In der finde ich mich bis heute nicht zurecht. Danach versuchte ich Touratech und Fugawi. Beide für meine Zwecke viel zu überladen. Hauptsächlich arbeite ich mit Macs und dort fand ich ein sehr gutes und kostenloses (Donation-Ware) Programm. Trailrunner, ursprünglich wohl eher für den Bereich “Laufen” programmiert, funktioniert inzwischen wunderbar auch für Radler. Es werden verschiedene Online-Kartenwerke wie Google, Microsoft und Openstreetmap sowie einige Topografische Ausgaben geboten.

Im Nu kann man ein eigenes Streckennetzwerk anlegen (mein Streckennetz um HH) und daraus Routen erstellen oder fertige Tracks aus dem Internet importieren. Das Programm bietet eine direkte Schnittstelle zu GPSies zum Up- und Download von Tracks. Der Im- und Export zum Etrex geschieht über ein weiteres kostenloses Tool, welches in den Trailrunner-Einstellungen definiert werden kann.

Trailrunner arbeitet auch mit ein paar Tracking-Apps für das iPhone zusammen. Das iPhone als Fahrrad-Navi ist weniger zu empfehlen, obwohl auch möglich. Man muss mit Signalaussetzern rechnen. Ein weiteres Problem ist der schnell entladene Akku (hilft das ZZing etwas) und die nötige Halterung mit Schutzfunktion. Von Ortlieb gibt es eine PDA/GPS-Hülle, die sich mit der Lenkertasche verbinden lässt. Im Mallorca-Urlaub habe ich das iPhone mit der App Trails als Trackaufzeichnung benutzt. Hat einigermaßen geklappt, aber mit Lücken.

Die integrierte Tagebuchfunktion sammelt alle meine Aktivitäten sehr übersichtlich und erstellt bei Bedarf ein eigenes Weblog, siehe meinen Trainingsblog.

Die gezeigten Routen meiner Radreisen auf dieser Seite habe ich teils mit Hilfe von Trailrunner und dann GPSies oder nur mit GoogleMaps erstellt. Die Tourkarten im Bereich der Bilder habe ich entweder selbst gezeichnet (Bodensee, NSCR), mit Hilfe von Maps for Free (Hamburg-Vienna) oder Map Creator (Giro D’Italia) gestaltet.

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