Randonneur
Hamburg - Berlin <> Ostertour 2011
30. April 2011 Tour
Am zweiten Weihnachtstag letztes Jahr musste ich leider die etwas optimistisch geplante Tour von Schwerin nach Berlin abbrechen. Diese wollte ich in jedem Fall nachholen und da kam Ostern gerade recht, vorallem bei dem zu erwartenden Wetter. Und um sämtliche Ostertage unterzubringen, sollte es dann auch von Hamburg aus per Rad los gehen. Der LiveOnTour-Blog kann hier eingesehen werden.

Foto-Galerie --> Klick auf Collage
In der Dunkelheit am Karfreitag Morgen machte ich mich auf zur S-Bahn. Die Tour sollte in Hasselbrook starten. Bereits auf dem Bahnsteig in Othmarschen durfte ich dem bunten Treiben der Halbstarken beiwohnen. Sie können kaum stehen, aber die Flasche halten. Einer nimmt die Abkürzung über die Bahngleise und rollt dann den Hügel herunter, die Kumpels können sich vor Lachen nicht halten.
Im Zug wird es nicht besser, überall dösende Schnapsleichen. An der Reeperbahn steigen weitere Nachtschwärmer zu. Alle nicht mehr ansprechbar. Einer verliert seine Bierflasche, die sich auf dem Boden leert und durch das Abteil rollt, er auf allen Vieren hinterher, erst in die falsche Richtung, dann auf Zuruf in die richtige. Am Bahnhof Hasselbrook lasse ich das hinter mir. In der Dämmerung verlasse ich die Stadt.

Pünktlich zur Frühstückszeit bin ich kurz vor Mölln bei Freunden, bei denen ich mich zu selbigem eingeladen hatte. Mittags breche ich auf. Diesmal fahre ich nicht über Ratzeburg und Gadebusch nach Schwerin, sondern über Zarrentin am Schaalsee vorbei. Kurz nach der Grenze steht der Weg auf mindestens 20 Metern unter Wasser. Eine Schlange durchquert gerade den Tümpel. Da ich nicht sehen kann, wie tief es in der Mitte ist, muss ich über das benachbarte Feld, welches ebenfalls mehr Teich als Acker ist. In großem Bogen geht es durch den Schlamm. Die Sonne brennt von oben bei 26 °C.
Etwas später geniesse ich die wohlverdiente Pause am Schaalsee bei herrlichem Wetter. Lediglich der Wind drängt sich etwas auf. Bis zum Campingplatz am Schweriner See wird er zum ständigen Begleiter, eher Gegner. Erst gegen 20 Uhr komme ich an. Nach dem Check-In kann ich gleich gegenüber in der Gastronomie ein Steak frisch vom Grill bestellen, kurz vor Küchenschluss. Danach geht es mir wieder besser. Allerdings muss ich das Zelt im Dunkeln (besser als im Regen) aufbauen und die Dusche lässt auf sich warten.
Am nächsten Morgen gibt es frischen Kaffee nach dem Zeltabbau. Das Wetter ist wieder herrlich. Ich mache mich auf den Weg, an Crivitz vorbei und immer hart im Wind. Ein Dorf nach dem anderen passiere ich. Überall nichts los, kein Geschäft, keine Tankstelle. Die Fahrt ist mühsam, bergab bin ich langsamer als die entgegen kommenden Radler und ich habe immer noch nichts gegessen.
Um dem Wind etwas zu entkommen, ändere ich die Route. Heute noch hinter Waren in den Müritzer Naturpark zu kommen ist nicht möglich. Ich entscheide mich etwas südlicher nach Plau am See zu fahren.
Erst gegen 14.00 Uhr, also fünf Stunden nach Start, erreiche ich eine Stadt mit Geschäften und Tankstellen. Ich bin in Lübz und sehe bereits aus der Ferne den rettenden Netto, sofort beginnt die Erstversorgung. Hatte ich doch die letzte Stunde von einem Apfel oder ähnlichem geträumt. Daraus wird nichts, gibt es nur kiloweise. Egal, ein Bäcker ist auch da.
An der Lübzer Schleuse gönne ich mir ein frisches Lübzer Pils und eine Portion Spargel direkt am Wasser. Der ständige Gegenwind bringt meine Planung durcheinander. Ohne eine Teilstrecke mit dem Zug zu fahren, werde ich Berlin am Ostersonntag nicht erreichen. Früh am Abend treffe ich in Plau am See ein. Von hieraus werde ich die Gelegenheit nutzen, mit dem Schiff über die Mecklenburgischen Seen zu schippern. Aber erst morgen, alle Schiffe sind schon weg. Schließlich gab ich der Route über die Mecklenburgische Seenplatte ja den Vorzug gegenüber dem Elberadweg, den ich auf der Radreise Hamburg-Wien in 2008 befuhr.

Ein paar Kilometer außerhalb der Stadt liegt der Campingplatz direkt am See. Auf der Zeltwiese tummeln sich schon einige Camper.
Mein Nachbar ist HSV-Fan durch und durch. Sein VW-Bus ist entsprechend designed, das Kennzeichen ziert RH 1887. Also Fanclub Rothosen und das Gründungsjahr des HSV. Aus den Boxen dröhnt nur die HSV-Hitparade. Ich baue meinen Palast auf, besuche das Bad und verschwinde, Abendessen (Osterlamm, sehr lecker!) direkt am See inkl. Osterfeuer.
Ostersonntag, das Zelt ist noch feucht vom Morgentau. Ich muss es trotzdem einpacken. Diesmal hatte ich am Abend vorher beim Camping-Imbiss Frühstück bestellt. Pünktlich zur Öffnung um 08.00 Uhr sitze ich auf der Terrasse bei den ersten Sonnenstrahlen und genieße das reichhaltige Frühstück. Um 10.00 Uhr fährt das Schiff.
Die 5-Seen-Tour führt von Plau am See mit Umstieg in Malchow nach Waren, wiederum bei fantastischem Wetter und 26 °C. Eine grandiose Abwechselung, Schiff fahren ist immer toll. In Malchow habe ich 1,5 Std. Wartezeit, weil das erste Schiff Verspätung hat. Na ja, so darf ich an der stündlichen Öffnung der Drehbrücke teilhaben. Das ist ein Spektakel, die Schiffe und Boote stehen schon eine halbe Stunde vorher auf beiden Seiten der Brücke schlange.

In Waren lege ich erst kurz vor 15.00 Uhr an. Viel Zeit zum Radeln bleibt da nicht mehr. Nach einem Besuch der Touri-Info ändere ich wiedermal die Route. Da es in der letzten Zeit wenig regnete, sind die Sandwege im Naturschutzgebiet Müritz wahrscheinlich zu weich für meinen Randonneur. Also fahre ich aussen herum, später jedoch einen kleinen Abschnitt durch den Wald, der eher einem Hindernisparkour oder Actiontrail ähnelt, teils muss ich sogar schieben.
Das Dorf am Waldausgang ist Kratzeburg. Hier endet meine Tour nach ca. 240 gefahrenen Kilometern. Ich fahre direkt zum Bahnhof. Der nächste Zug fährt 105 Minuten. Klasse, so lange warten in diesem Kaff. O.K. schaue ich mal, was es hier so gibt. Oh, ein Schild “Fisch-Imbiss ca. 300 Meter”. Die Stimmung steigt, da trete ich noch mal richtig in die Pedale. Angekommen an der Fischräucherei lese ich das nächste Schild “Heute geschlossen”.

Mann, es ist doch unglaublich, endlich ein Dorf mit Imbiss, übrigens das erste auf der Tour, und dann nicht geöffnet. Tief durchatmen und zurück zum Bahnhof, oder die heranschreitenden Anwohner fragen. Mein Velo blickt bereits wieder in Richtung Bahnhof als ich erfahre, dass ich es in weiteren 300 Metern versuchen solle.
Siehe da, ich kann es gar nicht fassen, ein Café, unglaublich. Zuerst muss ich bei der Bewirterin meine Verwunderung los werden. Auf der Südterrasse hinterm Haus lasse ich die Tour bei äußerst leckerem Apfelkuchen ausklingen. Obendrein bekomme ich sogar ein lila Osterei für die Bahnfahrt zugesteckt.
Auf die schon normalen Abenteuer der Bahnreisen mit dem Fahrrad will ich diesmal gar nicht weiter eingehen. Am späten Abend treffe ich bei meinem Freund in Berlin ein und verbringe zwei entspannende Tage bis es nach Hause geht.
Das war eine klasse Tour bei schönstem Wetter. Nur, dass ich am zweiten Tag in den Hungerast geraten bin, ist bei meiner Erfahrung ziemlich dumm gewesen. Aus der Not kam dann aber die Tugend oder eben die schöne Schiffstour. Während andere über Ostern in ausländischen Schlechtwetterzonen festhingen, genoss ich ich die Naturparks Lauenburgische Seen, Schaalsee sowie die Mecklenburgische Seenplatte.

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In der Dunkelheit am Karfreitag Morgen machte ich mich auf zur S-Bahn. Die Tour sollte in Hasselbrook starten. Bereits auf dem Bahnsteig in Othmarschen durfte ich dem bunten Treiben der Halbstarken beiwohnen. Sie können kaum stehen, aber die Flasche halten. Einer nimmt die Abkürzung über die Bahngleise und rollt dann den Hügel herunter, die Kumpels können sich vor Lachen nicht halten.
Im Zug wird es nicht besser, überall dösende Schnapsleichen. An der Reeperbahn steigen weitere Nachtschwärmer zu. Alle nicht mehr ansprechbar. Einer verliert seine Bierflasche, die sich auf dem Boden leert und durch das Abteil rollt, er auf allen Vieren hinterher, erst in die falsche Richtung, dann auf Zuruf in die richtige. Am Bahnhof Hasselbrook lasse ich das hinter mir. In der Dämmerung verlasse ich die Stadt.

Pünktlich zur Frühstückszeit bin ich kurz vor Mölln bei Freunden, bei denen ich mich zu selbigem eingeladen hatte. Mittags breche ich auf. Diesmal fahre ich nicht über Ratzeburg und Gadebusch nach Schwerin, sondern über Zarrentin am Schaalsee vorbei. Kurz nach der Grenze steht der Weg auf mindestens 20 Metern unter Wasser. Eine Schlange durchquert gerade den Tümpel. Da ich nicht sehen kann, wie tief es in der Mitte ist, muss ich über das benachbarte Feld, welches ebenfalls mehr Teich als Acker ist. In großem Bogen geht es durch den Schlamm. Die Sonne brennt von oben bei 26 °C.
Etwas später geniesse ich die wohlverdiente Pause am Schaalsee bei herrlichem Wetter. Lediglich der Wind drängt sich etwas auf. Bis zum Campingplatz am Schweriner See wird er zum ständigen Begleiter, eher Gegner. Erst gegen 20 Uhr komme ich an. Nach dem Check-In kann ich gleich gegenüber in der Gastronomie ein Steak frisch vom Grill bestellen, kurz vor Küchenschluss. Danach geht es mir wieder besser. Allerdings muss ich das Zelt im Dunkeln (besser als im Regen) aufbauen und die Dusche lässt auf sich warten.
Am nächsten Morgen gibt es frischen Kaffee nach dem Zeltabbau. Das Wetter ist wieder herrlich. Ich mache mich auf den Weg, an Crivitz vorbei und immer hart im Wind. Ein Dorf nach dem anderen passiere ich. Überall nichts los, kein Geschäft, keine Tankstelle. Die Fahrt ist mühsam, bergab bin ich langsamer als die entgegen kommenden Radler und ich habe immer noch nichts gegessen.Um dem Wind etwas zu entkommen, ändere ich die Route. Heute noch hinter Waren in den Müritzer Naturpark zu kommen ist nicht möglich. Ich entscheide mich etwas südlicher nach Plau am See zu fahren.
Erst gegen 14.00 Uhr, also fünf Stunden nach Start, erreiche ich eine Stadt mit Geschäften und Tankstellen. Ich bin in Lübz und sehe bereits aus der Ferne den rettenden Netto, sofort beginnt die Erstversorgung. Hatte ich doch die letzte Stunde von einem Apfel oder ähnlichem geträumt. Daraus wird nichts, gibt es nur kiloweise. Egal, ein Bäcker ist auch da.
An der Lübzer Schleuse gönne ich mir ein frisches Lübzer Pils und eine Portion Spargel direkt am Wasser. Der ständige Gegenwind bringt meine Planung durcheinander. Ohne eine Teilstrecke mit dem Zug zu fahren, werde ich Berlin am Ostersonntag nicht erreichen. Früh am Abend treffe ich in Plau am See ein. Von hieraus werde ich die Gelegenheit nutzen, mit dem Schiff über die Mecklenburgischen Seen zu schippern. Aber erst morgen, alle Schiffe sind schon weg. Schließlich gab ich der Route über die Mecklenburgische Seenplatte ja den Vorzug gegenüber dem Elberadweg, den ich auf der Radreise Hamburg-Wien in 2008 befuhr.

Ein paar Kilometer außerhalb der Stadt liegt der Campingplatz direkt am See. Auf der Zeltwiese tummeln sich schon einige Camper.
Mein Nachbar ist HSV-Fan durch und durch. Sein VW-Bus ist entsprechend designed, das Kennzeichen ziert RH 1887. Also Fanclub Rothosen und das Gründungsjahr des HSV. Aus den Boxen dröhnt nur die HSV-Hitparade. Ich baue meinen Palast auf, besuche das Bad und verschwinde, Abendessen (Osterlamm, sehr lecker!) direkt am See inkl. Osterfeuer.
Ostersonntag, das Zelt ist noch feucht vom Morgentau. Ich muss es trotzdem einpacken. Diesmal hatte ich am Abend vorher beim Camping-Imbiss Frühstück bestellt. Pünktlich zur Öffnung um 08.00 Uhr sitze ich auf der Terrasse bei den ersten Sonnenstrahlen und genieße das reichhaltige Frühstück. Um 10.00 Uhr fährt das Schiff.
Die 5-Seen-Tour führt von Plau am See mit Umstieg in Malchow nach Waren, wiederum bei fantastischem Wetter und 26 °C. Eine grandiose Abwechselung, Schiff fahren ist immer toll. In Malchow habe ich 1,5 Std. Wartezeit, weil das erste Schiff Verspätung hat. Na ja, so darf ich an der stündlichen Öffnung der Drehbrücke teilhaben. Das ist ein Spektakel, die Schiffe und Boote stehen schon eine halbe Stunde vorher auf beiden Seiten der Brücke schlange.

In Waren lege ich erst kurz vor 15.00 Uhr an. Viel Zeit zum Radeln bleibt da nicht mehr. Nach einem Besuch der Touri-Info ändere ich wiedermal die Route. Da es in der letzten Zeit wenig regnete, sind die Sandwege im Naturschutzgebiet Müritz wahrscheinlich zu weich für meinen Randonneur. Also fahre ich aussen herum, später jedoch einen kleinen Abschnitt durch den Wald, der eher einem Hindernisparkour oder Actiontrail ähnelt, teils muss ich sogar schieben.
Das Dorf am Waldausgang ist Kratzeburg. Hier endet meine Tour nach ca. 240 gefahrenen Kilometern. Ich fahre direkt zum Bahnhof. Der nächste Zug fährt 105 Minuten. Klasse, so lange warten in diesem Kaff. O.K. schaue ich mal, was es hier so gibt. Oh, ein Schild “Fisch-Imbiss ca. 300 Meter”. Die Stimmung steigt, da trete ich noch mal richtig in die Pedale. Angekommen an der Fischräucherei lese ich das nächste Schild “Heute geschlossen”.

Mann, es ist doch unglaublich, endlich ein Dorf mit Imbiss, übrigens das erste auf der Tour, und dann nicht geöffnet. Tief durchatmen und zurück zum Bahnhof, oder die heranschreitenden Anwohner fragen. Mein Velo blickt bereits wieder in Richtung Bahnhof als ich erfahre, dass ich es in weiteren 300 Metern versuchen solle.
Siehe da, ich kann es gar nicht fassen, ein Café, unglaublich. Zuerst muss ich bei der Bewirterin meine Verwunderung los werden. Auf der Südterrasse hinterm Haus lasse ich die Tour bei äußerst leckerem Apfelkuchen ausklingen. Obendrein bekomme ich sogar ein lila Osterei für die Bahnfahrt zugesteckt.
Auf die schon normalen Abenteuer der Bahnreisen mit dem Fahrrad will ich diesmal gar nicht weiter eingehen. Am späten Abend treffe ich bei meinem Freund in Berlin ein und verbringe zwei entspannende Tage bis es nach Hause geht.
Das war eine klasse Tour bei schönstem Wetter. Nur, dass ich am zweiten Tag in den Hungerast geraten bin, ist bei meiner Erfahrung ziemlich dumm gewesen. Aus der Not kam dann aber die Tugend oder eben die schöne Schiffstour. Während andere über Ostern in ausländischen Schlechtwetterzonen festhingen, genoss ich ich die Naturparks Lauenburgische Seen, Schaalsee sowie die Mecklenburgische Seenplatte.
250 km - ∅ 15 km/h
Link zur geplanten und gefahrenen Route
Comments
Mal wieder die Ködelmeile - HH-Glückstadt-Stade
04. April 2011 Tour
Kürzlich las ich die Anfrage einer sommerlichen Tour von Hamburg nach Glückstadt im Radreise-Forum. Der kommende Samstag sollte aus meteoroligischer Sicht eine wahrliche Wohltat sein. Endlich Temperaturen von über 20 ºC, Sonne und blauer Himmel den ganzen Tag. Da schloss ich mich an und genoss den Tag mit dem Narr Fröhlich. Auf der Ködelmeile am Deich war ich seit Jahren nicht mehr unterwegs, mal abgesehen von den ersten 5-10 km hinter Wedel.

Was soll ich sagen, genau so kam es. Herrliches Wetter bis zu 26 ºC, grandios. Ich traute der Sache aber nicht wirklich und verzichtete auf die Sonnencreme.
Morgens starteten wir am Anleger in Teufelsbrück und fuhren die jedem Hamburger Radler bekannte Route (Elberadweg) gemütlich entlang. Leider sind die Sperrwerke Pinnau und Krückau erst ab Mai für die Landratten geöffnet. Dies verlängert die Strecke nach Glückstadt um 20-30 km, ein kleiner Abstecher über Neuendeich und Elmshorn.
In Glückstadt umkreisten wir kurz den Marktplatz, darauf habe ich bestanden, und sind dann gleich weiter Richtung Fähranleger. Ein Stückchen weiter genossen wir leckeren Kaffee und Torte direkt am Neuen Deich. Im Galerie Café in der Blomeschen Wildnis gibt es keine Tasse, geschweige denn Kännchen Kaffee für uns, dort bekommt man eine Kanne Kaffee und eine exquisite Eierlikörtorte. Ich genehmigte mir natürlich ein extra Stückchen, bitte, bei dem Wetter.

Noch planten wir, die Fähre in Lühe (nach Schulau / Wedel) zu erreichen. Die letzte fährt allerdings in 2 Stunden, könnte knapp werden. Die Ausstiegsvariante Stade steht wegen der guten Zugverbindung jedoch immer. Zuerst setzten wir nach Wischhafen über.
Auf dem letzten Stück nach Glückstadt hatten wir schon etwas Wind von vorne gespürt. Auf der anderen Elbseite Richtung Stade drängte er sich wehement auf. Für mich waren die 30 km nach Stade teilweise ein harter Kampf, selbst im Windschatten, sofern es möglich war. Tja, so ist das, wenn man erst im März einsteigt und es den Winter über schleifen lässt. Lühe war nun mehr ein Traum, Stade das neue Ziel.
Trotzdem hatten wir einen tollen Samstag und eine schöne, meistens lockere Tour, auf der das Fachsimpeln und der Erfahrungsaustausch nicht zu kurz kam.

Was soll ich sagen, genau so kam es. Herrliches Wetter bis zu 26 ºC, grandios. Ich traute der Sache aber nicht wirklich und verzichtete auf die Sonnencreme.
Wer nicht hören will, muss fühlen ... Autsch ... Sonnenbrand!
Morgens starteten wir am Anleger in Teufelsbrück und fuhren die jedem Hamburger Radler bekannte Route (Elberadweg) gemütlich entlang. Leider sind die Sperrwerke Pinnau und Krückau erst ab Mai für die Landratten geöffnet. Dies verlängert die Strecke nach Glückstadt um 20-30 km, ein kleiner Abstecher über Neuendeich und Elmshorn.In Glückstadt umkreisten wir kurz den Marktplatz, darauf habe ich bestanden, und sind dann gleich weiter Richtung Fähranleger. Ein Stückchen weiter genossen wir leckeren Kaffee und Torte direkt am Neuen Deich. Im Galerie Café in der Blomeschen Wildnis gibt es keine Tasse, geschweige denn Kännchen Kaffee für uns, dort bekommt man eine Kanne Kaffee und eine exquisite Eierlikörtorte. Ich genehmigte mir natürlich ein extra Stückchen, bitte, bei dem Wetter.

Noch planten wir, die Fähre in Lühe (nach Schulau / Wedel) zu erreichen. Die letzte fährt allerdings in 2 Stunden, könnte knapp werden. Die Ausstiegsvariante Stade steht wegen der guten Zugverbindung jedoch immer. Zuerst setzten wir nach Wischhafen über.
Auf dem letzten Stück nach Glückstadt hatten wir schon etwas Wind von vorne gespürt. Auf der anderen Elbseite Richtung Stade drängte er sich wehement auf. Für mich waren die 30 km nach Stade teilweise ein harter Kampf, selbst im Windschatten, sofern es möglich war. Tja, so ist das, wenn man erst im März einsteigt und es den Winter über schleifen lässt. Lühe war nun mehr ein Traum, Stade das neue Ziel.
Trotzdem hatten wir einen tollen Samstag und eine schöne, meistens lockere Tour, auf der das Fachsimpeln und der Erfahrungsaustausch nicht zu kurz kam.
128 km - ∅ 18,4 km/h
Feuchte Kälte - Meine kürzeste Tour
28. Dezember 2010 Tour
Die Idee einer Wintertour und deren Folgen.. - Teil 2
Das Fahrrad habe ich mit Winterreifen ausgestattet, sie eingefahren, die Kette geölt und nochmals gespannt. Alles mögliche noch rumgefummelt, nur um die kleine Tour von Schwerin nach Berlin zu unternehmen.
Am zweiten Weihnachtstag ging es dann morgens um 05.30 Uhr in verschneiter Dunkelheit los. Schon der Weg zur S-Bahn war ein Abenteuer. Gegen 08.00 Uhr stand ich vor dem Schweriner Bahnhof und kämpfte mich durch die schneebedeckten Strassen der Innenstadt. Schwerin bietet einiges, vorallem eine fahrradfeindliche Strassenbahn, zumindest im Winter. Neben dem jonglieren auf dem fast nicht erkennbaren schneefreien Bereich, musste ich nun noch auf die nur zu erahnenden Schienen achten.

Trotzdem kam ich ziemlich gut durch und landete auf der Bundesstrasse, der einzig fahrbare Belag an diesem Morgen, meist breite, freie Spuren. Hin und wieder glatte Stellen, von der mich eine fast vom Velo holte. Der Himmel war klar und die Sonne ging gerade auf. Beste Voraussetzungen bei -10°C.
Außerhalb von Schwerin bekam ich zusätzlich den Wind zu spüren. Sehr unangenehm bei Gefälle. Während der Abfahrten hatte ich andere Sorgen, z.B. umfahren der glatten Stellen oder den teilweise hupenden Verkehr, wobei nicht ganz klar wurde, worauf mich die Autofahrer aufmerksam machen wollten.
Nach gut einer Stunde Fahrt wurde es sehr kalt. Die Wettervorhersage sprach von gefühlten -17°C und das kam mir auch so an. Eine halbe Stunde später stand ich dann an einer Kreuzung bei Crivitz und musste mich entscheiden, ob ich weiter frierend und wahrscheinlich in ein paar Minuten lebensgefährdend nach Waren (Müritz) fahre oder abbreche.
Die fünf Minuten im Stand gaben mir dann den Rest. Diese feuchte Kälte, die einem im Gegensatz zur trockenen Kälte die letzte Wärme entzieht und der kalte Wind sorgen dafür, dass selbst die zivilisierteste Gegend einem wie der menschenfeindlichste Ort auf der Welt vorkommt.
Auf dem Bild von mir ist zu sehen, dass bereits meine Kleidung begonnen hat, einzufrieren. Das sah ich auch erst auf dem Foto. So schleppte ich mich über die dörfliche Schneepiste zum Bahnhof und musste noch eine weitere halbe Stunde auf die Bahn warten.
Zurück in Schwerin hatte ich nun die Wahl nach Berlin, das Ticket für die Rückfahrt am 28.12.10 hatte ich bereits und einen Tag vorher wäre ich auch bei meinem Freund untergekommen, oder nach Hause zu fahren. Die Aussicht in einem Regionalzug, wohlmöglich überfüllt wegen der Ausfälle der Schnellzüge, drei einhalb Stunden in Begleitung meines Rades, welches ich gar nicht mehr benötigte, zu verbringen, machte mir die Entscheidung leicht.
Ab nach Hause und abhaken als kleiner Halbtagsausflug. Immerhin bin ich inkl. der Zubringerstrecken gute zwei Stunden im Sattel gewesen. Scheinbar war ich bereits angefroren, noch am Abend hatte ich kalte Füsse.

23 km - ∅ 14,2 km/h
Das Fahrrad habe ich mit Winterreifen ausgestattet, sie eingefahren, die Kette geölt und nochmals gespannt. Alles mögliche noch rumgefummelt, nur um die kleine Tour von Schwerin nach Berlin zu unternehmen.
Am zweiten Weihnachtstag ging es dann morgens um 05.30 Uhr in verschneiter Dunkelheit los. Schon der Weg zur S-Bahn war ein Abenteuer. Gegen 08.00 Uhr stand ich vor dem Schweriner Bahnhof und kämpfte mich durch die schneebedeckten Strassen der Innenstadt. Schwerin bietet einiges, vorallem eine fahrradfeindliche Strassenbahn, zumindest im Winter. Neben dem jonglieren auf dem fast nicht erkennbaren schneefreien Bereich, musste ich nun noch auf die nur zu erahnenden Schienen achten.

Trotzdem kam ich ziemlich gut durch und landete auf der Bundesstrasse, der einzig fahrbare Belag an diesem Morgen, meist breite, freie Spuren. Hin und wieder glatte Stellen, von der mich eine fast vom Velo holte. Der Himmel war klar und die Sonne ging gerade auf. Beste Voraussetzungen bei -10°C.
Außerhalb von Schwerin bekam ich zusätzlich den Wind zu spüren. Sehr unangenehm bei Gefälle. Während der Abfahrten hatte ich andere Sorgen, z.B. umfahren der glatten Stellen oder den teilweise hupenden Verkehr, wobei nicht ganz klar wurde, worauf mich die Autofahrer aufmerksam machen wollten.
Nach gut einer Stunde Fahrt wurde es sehr kalt. Die Wettervorhersage sprach von gefühlten -17°C und das kam mir auch so an. Eine halbe Stunde später stand ich dann an einer Kreuzung bei Crivitz und musste mich entscheiden, ob ich weiter frierend und wahrscheinlich in ein paar Minuten lebensgefährdend nach Waren (Müritz) fahre oder abbreche.
Die fünf Minuten im Stand gaben mir dann den Rest. Diese feuchte Kälte, die einem im Gegensatz zur trockenen Kälte die letzte Wärme entzieht und der kalte Wind sorgen dafür, dass selbst die zivilisierteste Gegend einem wie der menschenfeindlichste Ort auf der Welt vorkommt.Auf dem Bild von mir ist zu sehen, dass bereits meine Kleidung begonnen hat, einzufrieren. Das sah ich auch erst auf dem Foto. So schleppte ich mich über die dörfliche Schneepiste zum Bahnhof und musste noch eine weitere halbe Stunde auf die Bahn warten.
Zurück in Schwerin hatte ich nun die Wahl nach Berlin, das Ticket für die Rückfahrt am 28.12.10 hatte ich bereits und einen Tag vorher wäre ich auch bei meinem Freund untergekommen, oder nach Hause zu fahren. Die Aussicht in einem Regionalzug, wohlmöglich überfüllt wegen der Ausfälle der Schnellzüge, drei einhalb Stunden in Begleitung meines Rades, welches ich gar nicht mehr benötigte, zu verbringen, machte mir die Entscheidung leicht.
Ab nach Hause und abhaken als kleiner Halbtagsausflug. Immerhin bin ich inkl. der Zubringerstrecken gute zwei Stunden im Sattel gewesen. Scheinbar war ich bereits angefroren, noch am Abend hatte ich kalte Füsse.
Fazit: Beachte bei Wintertouren nicht nur Temperatur und Windstärke, sondern vorallem die Luftfeuchtigkeit.

23 km - ∅ 14,2 km/h
City Cruisen
17. Juli 2010 Tour
Nachdem Alberto Contador bei der 12. Etappe der Tour de France dem Luxemburger Andy Schleck am letzten Anstieg kurz vor der Start- und Landebahn des Flugplatzes in Mende wichtige 10 Sek. abgenommen hatte, sah man das große Leiden der Profis bei der Zieleinfahrt.
Mit dem Bild vor Augen entscheide ich mich, am späten Nachmittag eine gemütliche Runde durch die Gemeinde zu fahren. Ein kleiner Cruise durch die schönste Stadt Deutschlands.

Die Runde führt zuerst durch den Volkspark am Stadion vorbei. Auf Nebenstrassen geht es in das Niendorfer Gehege, in dem die Rehe schon warteten. Danach ein kurzes Stück neben dem Flughafen und auf dem Alsterwanderweg in die City.
Die Binnenalster und Umgebung ist Sperrgebiet, die Triathlon Weltmeisterschaft wird dieses Wochenende ausgetragen. Die letzten Athleten kamen gerade vom Anschwimmen aus dem Wasser, andere sind mit ihren Rennmaschinen unterwegs und der Rest verbringt seine Zeit bei der Akkreditierung.
Ich fahre am Rathaus vorbei und freue mich auf den Iced Latte bei Starbucks. Leider hat Starbucks schon geschlossen. Was nun?
Ein Sprung über die B4 zum Michel und der Eisdiele am Venusberg. Der Eiskaffee ist zwar kein Iced Latte, aber trotzdem genießbar.
Langsam geht es am Hafen zurück nach Westen. Noch ein kleiner Abstecher über die Davidstrasse und den Hans-Albers-Platz und dann die Palmaille hinauf in ruhigere Gefilde.
Die kleine Sightseeing-Tour durch Hamburg als Track.
Mit dem Bild vor Augen entscheide ich mich, am späten Nachmittag eine gemütliche Runde durch die Gemeinde zu fahren. Ein kleiner Cruise durch die schönste Stadt Deutschlands.

Die Runde führt zuerst durch den Volkspark am Stadion vorbei. Auf Nebenstrassen geht es in das Niendorfer Gehege, in dem die Rehe schon warteten. Danach ein kurzes Stück neben dem Flughafen und auf dem Alsterwanderweg in die City.
Die Binnenalster und Umgebung ist Sperrgebiet, die Triathlon Weltmeisterschaft wird dieses Wochenende ausgetragen. Die letzten Athleten kamen gerade vom Anschwimmen aus dem Wasser, andere sind mit ihren Rennmaschinen unterwegs und der Rest verbringt seine Zeit bei der Akkreditierung.
Ich fahre am Rathaus vorbei und freue mich auf den Iced Latte bei Starbucks. Leider hat Starbucks schon geschlossen. Was nun?
Ein Sprung über die B4 zum Michel und der Eisdiele am Venusberg. Der Eiskaffee ist zwar kein Iced Latte, aber trotzdem genießbar.
Langsam geht es am Hafen zurück nach Westen. Noch ein kleiner Abstecher über die Davidstrasse und den Hans-Albers-Platz und dann die Palmaille hinauf in ruhigere Gefilde.
Die kleine Sightseeing-Tour durch Hamburg als Track.
Büchen - Schwerin
28. Juni 2010 Tour
Das diesjährige Einradeln im Februar verlief leider nicht wie geplant. Aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse konnte ich nicht den Radweg am Elbe-Lübeck-Kanal fahren und musste auf die Landstrasse ausweichen.Dies sollte jetzt nachgeholt werden. Da ich ungern in kurzer Zeit die gleichen Strecken fahre, habe ich als Ziel nicht die Heimat, sondern Schwerin gewählt.
Angekommen am Bahnhof Büchen, geht es gleich durch die Hintertür an den Kanal. Auf dem sandigen, aber gut zu befahrenen Untergrund, komme ich zügig voran. Gelegentlich begegnen mir Spaziergänger mit ihren vierbeinigen Freunden, die mit meiner Hilfe zur Disziplin getrimmt werden. Die vorbeiziehenden Skipper grüssen ebenfalls immer freundlich.
Kurz vor Kühsen verlasse ich den Wanderweg, der übrigens Teil der “Alten Salzstrasse” zwischen Lüneburg und Lübeck und des Radfernweges Hamburg - Rügen ist. In Duvensee mache ich wieder bei Freunden halt, deshalb auch der kleine Abstecher. Danach geht es auf Nebenwegen und durch Wälder nach Ratzeburg.
Die bekannte Abfahrt zum Eis-Pelz ist jedes Mal ein Highlight, das folgende Gelato ein Muss. Entlang des Küchensees und den Berg hinauf verlasse ich Ratzeburg.
Die restliche Strecke bis Schwerin, abgesehen von kurzen Abschnitten, ist Genussradeln pur. Wenig befahrene Alleen, auf denen sowieso nur 70 km/h erlaubt sind. Zu den Seiten abwechslungsreiche Felder und Wälder. Die Hasen und das Wild hoppeln durchs Korn.
Regelmäßig sehe ich Rehe, die mich erstaunt beobachten und nach kurzer Zeit das Weite suchen. So schnell hab ich die Kamera gar nicht einsatzbereit und selbst wenn, dann reicht die Brennweite leider nicht. Ich bin allerdings auch auf einer Radtour und nicht auf einer Safari.
In Nordwestmecklenburg macht es wirklich Spaß auf den Alleen von Dorf zu Dorf zu cruisen. Da könnte ich bis ans Ende der Welt fahren und kopfüber wieder zurück.
Früher als geplant erreiche ich das Ortsschild von Schwerin, brauche dann aber trotzdem noch gute 20 Minuten bis zum Schweriner See. Nach einer kleinen Sightseeing-Tour durch die nette Altstadt fahre ich zum Bahnhof. Dabei entdecke ich den Pfaffenteich, der mich irgendwie an die Binnenalster erinnert. Ich muss schon sagen, Schwerin hat einiges zu bieten.
Zurück in Hamburg stehe ich in der S-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Dammtor, schaue aus dem Fenster nach südwesten, erinnere mich an den Pfaffenteich und denke ... ich bin Hamburger.
121 km - ∅ 18,2 km/h
Hamburg (Finkenwerder) - Bremen
21. Juni 2010 Tour
Eine klassische Strecke im norddeutschen Raum ist der Radfernweg Hamburg - Bremen. Vor einigen Jahren war dies die erste Tour mit dem nagelneuen Randonneur, noch vor offizieller Einweihung. Damals konnte ich mich kaum auf dem Sattel halten. Das haben die frischen Brooks so an sich, aalglatt eben.
Die ausgeschilderte Strecke ist ca. 150 km lang und verläuft über Hollenstedt, Sittensen, Zeven, Wilstedt und Fischerhude. Natürlich geht es auch kürzer, nicht jeder Schlenker muss gefahren werden.
Über Naviki habe ich mir eine alternative Route über Buxtehude, Harsefeld, Anderlingen, Ostereistedt, Tarmstedt, Wilstedt und Lilienthal erstellen lassen. Zu fahren sind ca. 110 km. Aufgrund der vorherrschenden Windrichtung ist die Süd-Nord-Route empfehlenswert. Eine weitere Variante ist im Radreise-Wiki des Radreise-Forum zu finden.

Leider bin ich der Empfehlung nicht gefolgt. Das Wetter der letzten Tage war hervorragend. Es änderte sich genau zum favorisierten Wochenende. Regen wurde angesagt, okay nicht ungewöhnlich, jedoch kein Grund, die Tour ausfallen zu lassen.
Interessant ist, dass haegar aus dem Radforum genau vor zwei Wochen die Heimroute wählte und vorrangig den Nordwind zu spüren bekam.
Allerdings konnte ich nicht ahnen, dass mich der Wind den ganzen Tag aus der falschen Richtung begleiten würde. Alle entgegenkommenden Radler bewegten ihr Gefährt derart freudig und leichtfüßig, dass ich mich mehrmals ertappte, umkehren zu wollen.
Abgesehen von diesen “Kleinigkeiten” verläuft die Strecke zum größten Teil abseits der stark befahrenen Strassen, meist auf Feldwegen, teilweise mit etwas Schotter, ruhigen Nebenstrassen und durch die Wälder. Das Highlight ist m.E. der Radweg ab Lilienthal entlang des Kanals, die Anfahrt nach Bremen am Kuhgrabensee vorbei und schließlich das Ausrollen im Bürgerpark.
Trotzt des Kampfes gegen den kalten Wind konnte ich hin und wieder die Landschaft genießen. Die Vierbeiner auf den Weiden verfolgten meine Anstrengungen immer sehr aufmerksam, einige sogar lautstark.
Am Bremer Hauptbahnhof kam ich so pünktlich an, dass ich mich vor der anstehenden Heimfahrt noch eine Stunde erholen konnte.
Was für ein Zeitmanagement!
Die ausgeschilderte Strecke ist ca. 150 km lang und verläuft über Hollenstedt, Sittensen, Zeven, Wilstedt und Fischerhude. Natürlich geht es auch kürzer, nicht jeder Schlenker muss gefahren werden.
Über Naviki habe ich mir eine alternative Route über Buxtehude, Harsefeld, Anderlingen, Ostereistedt, Tarmstedt, Wilstedt und Lilienthal erstellen lassen. Zu fahren sind ca. 110 km. Aufgrund der vorherrschenden Windrichtung ist die Süd-Nord-Route empfehlenswert. Eine weitere Variante ist im Radreise-Wiki des Radreise-Forum zu finden.

Leider bin ich der Empfehlung nicht gefolgt. Das Wetter der letzten Tage war hervorragend. Es änderte sich genau zum favorisierten Wochenende. Regen wurde angesagt, okay nicht ungewöhnlich, jedoch kein Grund, die Tour ausfallen zu lassen.
Interessant ist, dass haegar aus dem Radforum genau vor zwei Wochen die Heimroute wählte und vorrangig den Nordwind zu spüren bekam.
Allerdings konnte ich nicht ahnen, dass mich der Wind den ganzen Tag aus der falschen Richtung begleiten würde. Alle entgegenkommenden Radler bewegten ihr Gefährt derart freudig und leichtfüßig, dass ich mich mehrmals ertappte, umkehren zu wollen.
Abgesehen von diesen “Kleinigkeiten” verläuft die Strecke zum größten Teil abseits der stark befahrenen Strassen, meist auf Feldwegen, teilweise mit etwas Schotter, ruhigen Nebenstrassen und durch die Wälder. Das Highlight ist m.E. der Radweg ab Lilienthal entlang des Kanals, die Anfahrt nach Bremen am Kuhgrabensee vorbei und schließlich das Ausrollen im Bürgerpark.
Trotzt des Kampfes gegen den kalten Wind konnte ich hin und wieder die Landschaft genießen. Die Vierbeiner auf den Weiden verfolgten meine Anstrengungen immer sehr aufmerksam, einige sogar lautstark.
Am Bremer Hauptbahnhof kam ich so pünktlich an, dass ich mich vor der anstehenden Heimfahrt noch eine Stunde erholen konnte.
Was für ein Zeitmanagement!
118 km - ∅ 16,3 km/h
Büchen - Hamburg (Einradeln 2010)
21. Februar 2010 Tour
So langsam scheint sich der ständige Frost abzumelden. Gerade richtig, um die Straßensaison zu eröffnen. Deshalb entschloss ich mich zu einer kleinen Tour im Herzogtum Lauenburg. Die Anfahrt gestaltet sich von Hamburg aus immer schwierig. Die Bahninfrastruktur lässt in Sachen Direktverbindung Richtung Osten wirklich zu wünschen übrig. Ein guter Ausgangspunkt ist Büchen, sehr gut zu erreichen. Lüneburg geht auch, allerdings würde die Tour entsprechend länger werden. Von Büchen aus plane ich die Route entlang des Elbe-Lübeck-Kanal, der genau an der Grenze zum Naturpark Lauenburgische Seen verläuft. Hinter Mölln geht es dann wieder Richtung Hamburg. Insgesamt sind ca. 80 km zu bewältigen.Früh morgens mache ich mich auf den Weg. In der Bahn herrscht schon der Ausnahmezustand. Die Rostocker Fans haben das Fahrradabteil in Beschlag genommen, die halbe Stunde bis Büchen ist sehr unterhaltsam. In Büchen bemerke ich dann, dass der Weg am Kanal nicht befahrbar ist, war eigentlich zu erwarten. Ab jetzt also Landstrasse, denn selbst Nebenstrassen sind teilweise nicht frei von Schnee und Eis. Die erste Tour des Jahres soll kein Abenteuer werden. Bei wenig Verkehr radele ich parallel zur eigentlich Route. Teilweise zeigt sich die Sonne, ansonsten ist es kalt. In Duvensee lege ich bei Freunden eine kleine Pause ein.
Danach geht es Richtung Heimat, nach Westen. Es wird kälter und der Wind kommt nur noch von vorn. Gegenwind ist immer unerwünscht, bei diesen Temperaturen besonders unangenehm. Zudem fängt es an zu schneien. Das reicht, in Siek gebe ich auf und fahre die nächste U-Bahn Station an. Es ist wieder einer dieser bekannten Momente, in denen sich zeigt, wie belastbar man ist.
Am nächsten Tag schmerzen natürlich alle Glieder, der Nacken und vor allem das Hinterteil. Auch das ist nichts Neues, Eingewöhnung dagegen alles. Trotzdem war es eine schöne Tour. Im Sommer werde ich sicherlich die geplante Route erneut in Angriff nehmen.
63,5 km - ∅ 16,3 km/h
Link zur geplanten und gefahrenen Route










