Mal wieder die Ködelmeile – HH-Glückstadt-Stade


Kürzlich las ich die Anfrage einer sommerlichen Tour von Hamburg nach Glückstadt im Radreise-Forum. Der kommende Samstag sollte aus meteoroligischer Sicht eine wahrliche Wohltat sein. Endlich Temperaturen von über 20 ºC, Sonne und blauer Himmel den ganzen Tag. Da schloss ich mich an und genoss den Tag mit dem Narr Fröhlich. Auf der Ködelmeile am Deich war ich seit Jahren nicht mehr unterwegs, mal abgesehen von den ersten 5-10 km hinter Wedel.

Elbküste bei Glückstadt

Elbküste bei Glückstadt

Was soll ich sagen, genau so kam es. Herrliches Wetter bis zu 26 ºC, grandios. Ich traute der Sache aber nicht wirklich und verzichtete auf die Sonnencreme.

Wer nicht hören will, muss fühlen ... Autsch ... Sonnenbrand!

Containerschiff

Containerschiff

Morgens starteten wir am Anleger in Teufelsbrück und fuhren die jedem Hamburger Radler bekannte Route (Elberadweg) gemütlich entlang. Leider sind die Sperrwerke Pinnau und Krückau erst ab Mai für die Landratten geöffnet. Dies verlängert die Strecke nach Glückstadt um 20-30 km, ein kleiner Abstecher über Neuendeich und Elmshorn.

In Glückstadt umkreisten wir kurz den Marktplatz, darauf habe ich bestanden, und sind dann gleich weiter Richtung Fähranleger. Ein Stückchen weiter genossen wir leckeren Kaffee und Torte direkt am Neuen Deich. Im Galerie Café in der Blomeschen Wildnis gibt es keine Tasse, geschweige denn Kännchen Kaffee für uns, dort bekommt man eine Kanne Kaffee und eine exquisite Eierlikörtorte. Ich genehmigte mir natürlich ein extra Stückchen, bitte, bei dem Wetter.

Noch planten wir, die Fähre in Lühe (nach Schulau / Wedel) zu erreichen. Die letzte fährt allerdings in 2 Stunden, könnte knapp werden. Die Ausstiegsvariante Stade steht wegen der guten Zugverbindung jedoch immer. Zuerst setzten wir nach Wischhafen über.

Auf dem letzten Stück nach Glückstadt hatten wir schon etwas Wind von vorne gespürt. Auf der anderen Elbseite Richtung Stade drängte er sich wehement auf. Für mich waren die 30 km nach Stade teilweise ein harter Kampf, selbst im Windschatten, sofern es möglich war. Tja, so ist das, wenn man erst im März einsteigt und es den Winter über schleifen lässt. Lühe war nun mehr ein Traum, Stade das neue Ziel.

Trotzdem hatten wir einen tollen Samstag und eine schöne, meistens lockere Tour, auf der das Fachsimpeln und der Erfahrungsaustausch nicht zu kurz kam.

128 km - ∅ 18,4 km/h