NSCR 2005


f_nscr


Der Nordseeküstenradweg

(North Sea Cycle Route - NSCR) verläuft auf über 6.000 km um die Nordsee durch sieben Länder. Er ist die längste ausgeschilderte Radroute Europas.

Im Mai 2005 mache ich mich auf den Weg in das Fjordland und die Highlands sowie um weitere Besonderheiten entlang der Nordseeküste zu entdecken.  Es ist meine erste große Radreise mit sämtlichen Höhen und Tiefen, die so eine Tour mit sich bringt.

Neben dem folgenden Bericht hat Christof von Worldwheeling.de ein Interview mit mir gemacht, welches hier zu lesen ist.

Deutschland ◦ Dänemark ◦ Schweden ◦ Norwegen ◦ Shetland & Orkney Islands ◦ Schottland ◦ England ◦ Niederlande

Deutschland - Aufbruch Nord

Der erste Teil der Route in Deutschland verläuft von Hamburg über Brunsbüttel nach Sylt und mit der Fähre weiter nach Dänemark. Die offizielle NSCR sieht die Landesinnere Grenzüberschreitung vor. Mein letzter Besuch auf Sylt ist schon so lange her, dass ich mir den Besuch einer der schönsten Inseln Deutschlands nicht entgehen lasse.

Morgens in Hamburg gestartet, verlasse ich die Hafenmetropole auf dem Elberadweg (Teil des NSCR) und schlage mich auf der Ködelmeile am Deich bis Glückstadt zur ersten Pause durch. Weiter geht es zum geplanten Nachtlager auf dem Campingplatz von Brunsbüttel.

Nachdem das Zelt aufgebaut und alles vorbereitet ist, setze ich den Teekessel auf. Der Zeltplatz ist durchschnittlich besetzt, mehrere Wohnwagen und Wohnmobile sind zu sehen. Ich mache es mir gemütlich, lasse die heutige Tour hinter mir und beginne, in freudiger Erwartung auf den Tee, meinen Becher zu suchen. Der schöne Edelstahlbecher, der wie andere Gegenstände eigens vor Tourbeginn angeschafft wurde. Ein paar Sekunden später gerate ich schon in Panik, er ist nicht da. Auf dem Campingplatz ist auch niemand. Die Moral sinkt innerhalb kurzer Zeit ins Unermessliche. Die erste große Tour, dann auch noch alleine unterwegs, niemand da, der helfen kann. Ich kann noch nicht mal etwas trinken.

Gefangen in der Situation erkenne ich auch nicht, dass ich die Radflaschen benutzen, eine liegt direkt neben dem Kessel (hatte das Wasser gerade erst umgefüllt), oder einfach direkt aus dem Kessel trinken kann. Das ist schon hart, gleich zu Beginn so ein Desaster.

Wer weiß, was da noch passiert? Nach 100 km das erste Dilemma, mindestens 4000 km sollen folgen.

Deutschland Teil Ikmkm/hTag
26517,93
Hamburg - Brunsbüttel9717,81
Brunsbüttel - Schobüll9717,82
Schobüll - List auf Sylt7118,23
Sylt - Romo (Fähre)--4
Verzweifelt laufe ich hin und her, suche irgend jemanden, kein Erfolg. Langsam beruhige ich mich wieder. Dann schwinge ich mich eben auf mein Velo und kaufe mir einen neuen Becher. Ich sitze noch nicht im Sattel, da erblicke ich ein Radlerpärchen, das geradewegs auf mich zu fährt. Es sind meine Nachbarn, die Ihr Wohnmobil direkt neben meinem Zelt stehen haben. Nach freundlicher Begrüßung und Beantwortung der üblichen Fragen zum Start- und Zielort kommen wir ins Gespräch. Skandinavien haben die Beiden bereits häufiger besucht, vor allem Norwegen. Ja, Ja, ein Traum dieses Land. Hör ich nicht zum ersten Mal. Deshalb bin ich unterwegs. Meine Stimmung steigt endlich wieder.

Zu meiner Überraschung haben sie tatsächlich einen Becher für mich. Keine Edelstahlvariante, sondern ein eigentlich kindergartentauglicher, grüner Kunstoffbecher von der großen schwedischen Möbelfirma. Das passt, Tee muss ich neu kochen, ist verständlich, oder? Aber er schmeckt unheimlich gut. Es ergibt sich sogar, dass ich mich revanchieren kann. Einer ihrer Reifen hat nämlich einen Plattfuß, das nötige Flickzeug fehlt im Wohnmobil, nicht bei mir!

Eines kann ich jetzt schon verraten. Dieser Becher wird mich die gesamte Tour, immer einsatzbereit, begleiten und mich nicht im Stich lassen.

Die nächsten beiden Tage fahre ich bereits etwas abseits der Originalstrecke. Mein Ziel ist weniger die gesamte Route zu befahren. In der Heimat kennt man sich aus, auch später werde ich nicht jeder Schotterpiste folgen. Da spielen einige Dinge wie z.B. Zeit, Verfassung, Wetter etc. eine Rolle. Bereits vor Tourbeginn entschied ich mich über Sylt und Romo, anstatt Tonder, zu fahren.

Bei durchschnittlicher Witterung erreiche ich Sylt per Zug von Niebüll aus. Ein anderer heimischer Zugang, abgesehen vom nur mit Zug zu befahrendem Hindenburgdamm bzw. per Schiff, existiert nicht. Auf Sylt steige ich bereits in Westerland aus und radele direkt nach List, ab Kampen leider z.T. auf überfüllter Schotterpiste. In List befindet sich eine schöne und recht neue Jugendherberge, mit allem was ein Radler so benötigt, um etwas komfortabler zu nächtigen. Morgen früh setze ich mit der Fähre nach Dänemark über.

Dänemark - Transit mit Rückenwind

Auf Romo angekommen, bringe ich den Randonneur sofort auf Touren. Die älteste Stadt Dänemarks wartet. Ribe hat eine schöne Altstadt und wer genau hinschaut, wird diverse kleine Staudämme entdecken, die noch per Hand bedient werden. Die Wasserblockaden sind kleine Holzschaufeln, nur etwas länger als die der Pizzabäcker und vorne etwas breiter als ein Paddel.

Menschen am Meer in Esbjerg

Menschen am Meer in Esbjerg

Dänemarkkmkm/hTag
52919,15
Romo - Henne Strand12519,54
Henne Strand - Ferring11819,55
Ferring - Vester Torup12720,56
Vester Torup - Hirtshals10418,57
Hirtshals - Frederikshavn5517,28
Frederikshavn - Göteborg (Fähre)--9
Schon die ganze Zeit habe ich mit dem Gegenwind zu kämpfen. Hinter Ribe wird er sogar stärker. In Esbjerg begegne ich den "Menschen am Meer". Ein kleiner Fotostopp und weiter zum Camping nach Henne Strand.

In Dänemark verläuft die NSCR auf dem Radweg Nr.1, der sich im Großen und Ganzen sehr gut fahren lässt. Trotzdem werde ich gelegentlich auf andere Wege ausweichen. Abwechslung ist wichtig. Und jeder geografischen Ausbuchtung muss ich wirklich nicht folgen.

Bis Hirtshals komme ich sehr gut, sogar mit Rückenwind durch. In der Nähe von Hanstholm kann man die bewachsene hügelige Landschaft genießen und hat einen freien Blick auf die Nordsee. Zuvor überwiegten die Sanddünen.

Zwischen Sondervig und Husby treffe ich einen Münchener, der mit seiner BMW unterwegs ist. Im Gegensatz zu mir verlässt er Dänemark bereits in Hanstholm und setzt mit der Fähre nach Island über. Übrigens werde ich später mit der gleichen Fähre von Bergen auf die Shetland Islands gebracht. Er wird ein paar Tage auf Island verweilen und dann mit einem Frachtschiff nach Kanada fahren.

In den kommenden 4 Monaten soll es noch auf die Aleuten, durch die USA, Mexiko, nach Kuba und evtl. sogar bis nach Feuerland gehen. Das ist selbst mit einem Motorrad nicht ohne.

Auf dem Campingplatz in Hirtshals ist einiges los. Vermehrt treffe ich auf Reiseradler, liegt wohl an der Fährverbindung nach Kristiansand. Beliebte Route von den Nordkapradlern, die durch Norwegen fahren. Für mich geht es weiter nach Frederikshavn. Auf halber Strecke Richtung Skagen schlägt das Wetter um, es fängt an zu regnen. Deshalb entschließe ich, auf direktem Weg nach Frederikshavn zu fahren. Skagen besuche ich trotzdem noch am gleichen Tag. Ein kleiner Abendausflug mit der Bahn. An der Spitze, wo sich Kattegat und Skagerrak beschnuppern, ist außerhalb der Saison wenig los.

Dänemark habe ich damit ziemlich schnell hinter mir gelassen, hätte ich nicht gedacht. 530 km in 4,5 Tagen. Unter dem angesprochenen Gegenwind hatte ich nur am ersten Tag zu leiden. Die Westküste wurde ich eher hochgedrückt.

Land unter in Schweden

Mit der Express-Fähre der Stena Line gelange ich nach Göteborg. Schon die Einfahrt in den Hafen ist sehr beeindruckend, na ja, mit diesem Schiff eher das Eingleiten. Bei strahlend blauen Himmel legt die Fähre an. So stellt sich Schweden vor, Dänemark habe ich gerade bei Regen verlassen.

Göteborg

Göteborg

Durch das interessante alte Künstlerviertel Haga, welches gut besucht ist - an jeder Ecke gefüllte Cafés und Restaurants, fahre ich in die City. Große Städte sind als Radler eigentlich immer zu meiden. Die Navigation ist jedes Mal eine Aufgabe, außerdem sind viele Menschen und Autos zu gegen. So benötige ich auch einige Zeit, um etwas Geld wechseln zu können.

Das heutige Ziel soll Kungälv sein. Ein Tipp von Andy aus dem Radforum, die mich ab Kristiansand auf einem Teil der NSCR begleiten wird. Sie hatte dort bereits auf dem Zeltplatz des Vandrarhem (Wanderheim) übernachtet. Deshalb muss ich mich jetzt erstmal aus der Stadt kämpfen, und zwar auf dem richtigen Weg. Ein weiterer Nachteil großer Städte, sie haben fast kein Ende. Das jeweilige Vorortgebiet ist selten interessant. Ich denke, die beste Methode ist, den Zug zu benutzen. Diesmal fahre ich aber mit dem Rad. Kungälv erreiche ich am frühen Nachmittag und habe somit noch Zeit, mir die hiesige Burg anzuschauen. Dann treffe ich ein Trio aus Ostdeutschland, das mit dem eigenen Segelboot unterwegs ist.

Der schönste Tag in Schweden ist vorüber, nun folgt Regen und ein Auf und Nieder durch die schönen Wälder bis nach Norwegen.

Es folgen harte Tage. Zuerst verpasse ich eine Abzweigung bei Varekil und dann bemerke ich das noch so spät, dass ich keine Lust habe umzudrehen. Also wird die Route etwas korrigiert. Später muss ich über eine von vielen Brücken, hohen Brücken mit engem Rad- bzw. Fußweg. OK, vielleicht nicht unbedingt eng, aber viel zu dicht am Abgrund und dort geht es viel zu tief nach unten. Das Geländer hilft weniger, wenn man auf dem Fahrrad sitzt. Deshalb ist schieben angesagt, dabei fühle ich mich ebenso unwohl, vorallem, wenn sich der Boden bewegt. So ist das in Skandinavien.

Schwedenkmkm/hTag
27615,84
Goteborg - Kungälv34129
Kungälv - Vindön7717,510
Vindön - Grebbestad8416,611
Grebbestad - Halden8115,112
Übrigens habe ich keine Karte für Schweden dabei, wahrscheinlich der Grund für die verpasste Abzweigung. In Schweden gibt es an den Tankstellen kostenlose Umgebungskarten. Inzwischen habe ich mir eine besorgt. Später lande ich auf dem Campingplatz bei Vindön, völlig genervt und durchnässt. Es regnet immer noch. Die Chefin schaut mich an, hat Mitleid, lässt mich kostenlos campen und lädt mich zum Duschen ein, also gibt mir extra ein paar Kronen für die Duschautomaten. Auf dem Campingplatz ist nicht viel los, ich mache jedoch Bekanntschaft mit einem Ehepaar aus Rüdesheim, das nach dem Hausverkauf nun mit dem Wohnmobil für 1,5 Jahre durch Europa reist. Danach wollen sie auf ein Allradgefährt umsteigen und die Tour weltweit fortsetzen. Nach weiteren 3,5 Jahren, so ist der Plan, werden sie sich in Neuseeland niederlassen.

Die weiteren Tage schlage ich mich bei ständigem Regen auf den Hügelstraßen durch Schweden. Es geht immer bergauf und -ab, ganz selten flach, dann aber mit Gegenwind. Bei der Wetterlage ist bergab noch unangenehmer. Meine Motivation schwindet, es wird eher zum Kampf.

Die Grenze zu Norwegen überquere ich auf der Svinesundbrücke. Schweden ist bestimmt toll, ich habe nur einen kleinen Teil gesehen und bei dem Wetter bleiben da leider ganz wenig positive Eindrücke.

Norwegen, das Land der Fjorde

Ich bin in Norwegen. Die Moral steigt in froher Erwartung der kommenden Highlights.

Der Regen endet nicht hinter der Grenze. Nein, ich werde gleich mal vorbereitet auf die kommenden topografischen Eigenheiten des Landes. Ein Blick voraus offenbart die nette Begrüßung in Form einer nicht enden wollenden Steigung. Immerhin lockert sich der Himmel bei leichtem Schauer etwas auf.

In Halden werde ich den Campingplatz testen. Ich folge der guten Beschilderung, bis ich merke, dass der Campingplatz oben auf dem Berg neben der Festung liegt. Es regnet wieder stärker, ich kämpfe mich fluchend den Berg rauf. Eine Stunde später darf ich mein Zelt aufbauen. Wasser überall, die ganze Nacht ein Geplätscher und bis tief in die Nacht bin ich ungeladener Gast eines nahe liegenden Hardrock-Konzertes.

Das ist zuviel, immerhin meine erste große Reise. Die Nerven liegen blank. Trotz des etwas besseren Wetters am nächsten Morgen, entschließe ich mich bis Moss mit dem Zug zu fahren. Das ist eine gute Entscheidung. In Moss genieße ich das schöne Wetter und setze mit der Fähre nach Horten über. Wieder motiviert geht es weiter auf guter Fahrbahn direkt am Wasser. In Tönsberg ist die ganze Stadt auf den Beinen und feiert das Mittelalter-Festival. Heute erreiche ich den Campingplatz in Foynland. Nach Sandefjord gelange ich mit der Fähre von Tenvik über Veierland (autofreie Insel). Eigentlich lohnt sich ein kleiner Aufenthalt auf Veierland, jedoch ist gerade die präsaisonale Zeit, also tote Hose. Die anderen Passagiere sind Einheimische, einer transportiert sogar einen kinnhohen Kühlschrank. Larvik ist das heutige Ende. Die Wartezeit auf die Fähre in Tenvik raubte ein Drittel meines Tages.

In Helgeroa fällt die Fährverbindung ausgerechnet dann aus, wenn ich ankomme. Deshalb muss ich mich des sehr schönen, aber anspruchsvollen Abschnitts über Langangen und Brevik annehmen. Da ist schon wieder solch hohe Wasserüberquerung, die im Wind tanzt. Unangenehm, schieben und geradeaus schauen. Dafür werde ich mit einem super Campingplatz in Rognstranda belohnt. Er liegt in einer Bucht, traumhaft, fast keine Gäste da. Ich hab sogar den Blick auf den Seeverkehr frei.

Die Sonne scheint, so langsam kündigt sich der Sommer an. Da macht das Radfahren spaß, selbst auf der Schotterpiste. Kurz vor Valle begegne ich zwei weiteren Reiseradlern. In Valle selbst, wo man entscheiden muss, ob man den Wasserweg oder Landweg nach Kragero nimmt, lerne ich die beiden kennen. Anne und Daniel aus Erlangen sind gerade in Larvik mit der Fähre eingetroffen und wollen nach Bergen fahren. So ein Zufall, da müssen wir uns in Larvik verpasst haben. Die Color Line habe ich nämlich um 07.00 Uhr in Larvik anlegen sehen. Da bin ich aber erst aufgestanden.

Bis Kristiansand fahren wir zusammen weiter. Dies sind drei der besten Tage meiner Tour, wir verstehen uns recht gut. Es ist auch eine gute Gelegenheit wild zu campen. In der Küstengegend von Portor bauen wir unsere Zelte auf, erkunden die Umgebung und genießen unsere Pasta. Wir sind nicht sicher, ob wir uns auf Privatgelände befinden, allerdings können wir keine Anwohner ausmachen. Wild zelten ist in Norwegen generell erlaubt, jedoch nicht auf Privatgelände ohne Zustimmung. Am nächsten Morgen begegnen wir dem Besitzer des Plätzchens, auf dem wir übernachtet haben. Nach kurzer Entschuldigung und Rechtfertigung gibt es keine Probleme. Den Platz verlassen wir natürlich so, als ob wir nie hier waren.

Die Landschaft ist unglaublich, Berge, Fjorde, kleine Hütten und grandiose Panoramen. Meine Erwartungen erfüllen sich. Übrigens hat hier in Norwegen jeder, vor dem eigenen Auto, erst ein eigenes Boot, ist nachvollziehbar, oder?

In Oysang müssen wir 2,5 Std. auf die Fährabfahrt nach Risor warten. Risor ist eines dieser kleinen Städtchen, auf die man in Norwegen immer wieder trifft, irgendwie putzig. Wir treffen einen Amerikaner aus Cincinati, der mit Rad und Anhänger unterwegs ist. Eigentlich wollte er zum Nordkap fahren. Er ist aber nur bis Trondheim gekommen, weil es im Mai angeblich sehr kalt sein soll. Deshalb tritt er jetzt sein Heimweg an.

Fähre bei Oysang

Fähre bei Oysang

Die weitere Küstenstrecke offenbart die bekannten Reize. Heute werden wir an einem Badeplatz zelten. Da es recht warm ist, beschließen Daniel und ich, baden zu gehen. Nachdem die Zelte aufgebaut sind, ist es soweit. Inzwischen ist die Sonne hinter den Wolken verschwunden. Daniel genießt bereits das Wasser als ich mich bis zur Brust hinein taste, mehr wird es nicht.

Zum Frühstück werden wir von einer sechsköpfigen Schwanenfamilie begrüßt, die zwischen unseren Zelten umher watschelt. Die Kleinsten haben ihren Spaß und versuchen in mein Zelt zu gelangen. Sobald wir uns nähern, stehen die Zeichen auf Angriff, also abwarten. Nach einiger Zeit gelingt es Daniel die Besucher mit Cornflakes von den Zelten zu locken. Die sind wirklich hartnäckig.

Für uns geht es weiter entlang der Küste. In Arendal machen wir Pause am Hafen in der Mittagssonne. Fisch wird hier direkt vom Boot verkauft. Uns geht es gut. Im Hafenbecken entfernt sich gerade ein kleines Schlauchboot. An Board muss sich ein Teil des hiesigen Kindergartens befinden. Jedes Kind, eingepackt in die Schwimmweste. Vielleicht ein kleiner Ausflug oder der Heimtransfer. So läuft das in Norwegen. Später in Bergen bin ich wieder Zeuge eines Kindergartenausflugs. Die sind sogar für die Wanderung voll ausgerüstet, inkl. Regenkleidung.

Norwegenkmkm/hTag
95014,617
Halden - Moss (Zug)--13
Moss - Horton (Fähre)--13
Horten - Foynland5113,813
Foynland - Larvik4715,914
Larvik - Rognstranda7614,315
Rognstranda - Portor6213,816
Portor - Hantho5715,717
Hantho - Grimstad5615,418
Grimstad - Kristiansand7516,219
Kristiansand - Mandal6614,920
Mandal - Svindland9813,421
Svindland - Stavanger22713,822,23
Stavanger - Haugesund5513,825
Haugesund - Leirvik8016,226
Leirvik - Bergen (Fähre)--27,28
Bergen - Lerwick (Fähre)--29
Die Nacht verbringen wir wieder an einem Badeplatz nähe Grimstad. Während wir unser Nachtlager aufbauen gehen einige Damen auf Deepsea-Raftingtour.

Nach dem Frühstück trennen sich unsere Wege ersteinmal. Da keiner von uns weiß, wie lange der Weg auf dem alten Königsweg nach Lillesand und über Birkeland nach Kristiansand dauert, werde ich auf der E18 nach Kristiansand fahren. Abends wird Andy mit der Fähre dort eintreffen.

Auf der E18 treffe ich einen Motorradfahrer aus Portsmouth. Er war am Nordkapp und erzählt von schweren Strassenverhältnissen und Kälte. Sein Rückweg führte über die Lofoten. Soll auch eine Reise wert sein.

Gegen Nachmittag erreiche ich den Campingplatz von Kristiansand. Jetzt habe ich Zeit, mich mal intensiver meinem Velo zu widmen: waschen, Kette nachziehen und ölen, der Randonneur glänzt wieder. Da trudeln Anne und Daniel ein. Sie berichten mir von anstrengender Schotterpiste und schönen Ausblicken. Um 23.00 Uhr läuft die Color Line in Kristiansand ein, Andy ist an Board.

In den nächsten Tagen fahren Andy und ich durch die Fjorde, teils sehr steile Rampen hinauf und hinunter. Vorallem die Abschnitte Jasund-Lyngdal und Flekkefjord-Hauge sind sehr anspruchvoll. Ein paar Mal haben wir die Velos geschoben.

In Lyngdal treffe ich vor der Touristeninformation einige Norwegerinnen, die sich unbedingt mit mir fotografieren lassen wollen. Etwas verwunderlich, da die Reiseradlerdichte nicht niedrig sein sollte.

Ab Farsund nehmen wir die direktere Route nach Kvinesdal. Kurz vor dem Fedalfjorden tauchen vermehrt Baulaster auf. Ziemlich gefährlich auf den schmalen Strassen. Bei Regen kämpfen wir uns durch den Wald zur Großbaustelle. Hier werden gerade diverse Tunnel gegraben und eine Brücke über den Fjord gebaut. Es schüttet aus Eimern, wir retten uns gerade noch in einen der Baucontainer. Die Bauarbeiter lassen uns freundlicherweise bei ihnen pausieren. Die Fahrt durch Tunnel ist in Norwegen kein Vergnügen, die Beleuchtung ist spärchlich oder gar nicht vorhanden. Sobald ein Fahrzeug von hinten kommt, hat man das Gefühl, als ob eine ganze Batallion hinter einem her ist. Da kann man schon Gänsehaut bekommen.

Die nächste Herausforderung wartet gleich hinter Flekkefjord. Drei heftige Steigungen, die auf Serpentinen zu erklimmen sind, mit gefährlichen Abfahrten, die den Bremsen alles abfordern. Gratis Duschen bei überholenden Fahrzeugen. Das nervt trotz Regenkleidung.

Kurz vor Hauge trennen sich unsere Wege. Andy nimmt den Campingplatz, ich Folge dem Ruf des Preikestolen. Da Andy bereits vor Jahren am Lysefjord war und den Preikestolen hinauf geklettert ist, verzichtet sie jetzt darauf. Der Lysefjord liegt auch nicht an der NSCR. Ich möchte den grandiosen Ausblick auf den Fjord jedoch nicht missen. Da nicht klar ist, wieviel Zeit der Umweg in Anspruch nimmt, fahre ich direkt weiter und durch die Nacht. Über Egersund erreiche ich mitten in der Nacht um 2 Uhr Bryne. Es regnet so stark, daß ich mich an einer Bushaltestelle etwas ausruhe bevor es weitergeht.

Bei Sandvik geht es rechts ab nach Lauvik und kurz dahinter per Fähre weiter zum Lysefjord. Die Anfahrt zur Preikestolenhytta ist eine Quelerei in meinem Zustand. Einige Abschnitte muß ich schieben. Begleitet werde ich von nervigen Fliegen, die ständig um mich herum schwirren. Und dann bin ich endlich angekommen. Ich parke mein Velo in einer Hütte, wechsel das Schuhwerk und mache mich sofort an den Anstieg. Auf einem Wanderpfad gelange ich nach ca. 80 Min. auf das Plateau.

Ein traumhafter Ausblick auf den gesamten Lysefjord. Einige setzen sich sogar an die Kante und lassen die Beine taumeln.

Der Abstieg dauert etwas länger. In dem nahe liegenden Wanderheim stärke ich mich etwas und genieße die erholsame Dusche. Danach fahre ich unter Müdigkeit und mit den letzten Kräften nach Tau, von wo aus mich die Fähre nach Stavanger bringt. Auf dem städtischen Campingplatz lege ich erstmal einen Ruhetag ein, schaue mir die Stadt und das Norsk Oljemuseum an.

So langsam kündigt sich für mich das Ende von Norwegen an. Es wird Zeit für das nächste Land. Noch bin ich aber in Stavanger, einiges an Strecke bis Bergen liegt noch vor mir. Ich verlasse Stavanger, um mit der Fähre bei Mekjarvik nach Skundeshavn überzusetzen. Das folgende Gebiet nennt sich Karmoy. Bei schönem Wetter und Gegenwind fahre ich entlang der schönen Felsküste. Bis auf den Wind macht es wieder wirklich spaß. das Tagesziel ist der Campingplatz in Haugesund. Dort treffe ich die Holländer Monique und den Fotografen Floris, die ebenfalls die NSCR fahren. Am nächsten Tag, auf dem Weg nach Leirvik, werde ich immer wieder auf sie stossen. Das letzte Stück zum dortigen Campingplatz fahren wir dann gemeinsam. Dieser Platz liegt direkt am Wasser mit Blick auf die Berge, die teils noch schneebedeckt sind.

Am Abend lädt uns der Besitzer sogar zur geselligen Runde ein.

Bergen

Bergen

Einmal in der Woche fährt die Fähre von Bergen zu den Shetlands Islands. Bergen ist m.E. eines der Highlights dieser Tour. Deshalb nehme ich von Leirvik aus ebenfalls das Schiff. So habe ich einen Sightseeing-Tag in Bergen gesichert, bevor ich das Land verlasse.

Die Hansestadt ist in jedem Fall eine Reise wert. Der Stadteil Bryggen nähe des Hafens sieht noch genau so aus wie zu Hansezeiten. Sie ist die regenreichste Stadt Norwegens, umgeben von 7 Bergen. Der Besuch des Fischmarktes oder die Fahrt mit den Floibanen auf den Floyen und der grandiose Blick von oben sind ein Muss.

In der restlichen Zeit kümmere ich mich um meine Ausrüstung und lasse eine Sicherheitskopie meiner Bilder auf CD brennen. In der hiesigen Bibliothek, dort gibt es freien Internetzugang, treffe ich Andy wieder. Auch andere Reiseradler sieht man in der Stadt. Einige werde ich in den nächsten Tagen auf den Inseln immer wieder treffen und erst auf schottischem Festland aus den Augen verlieren.

Am Fähr-Checkin ist das Aufgebot an Reiseradler zu sehen. Andy ist da, Monique und Floris und einige andere. Unter anderem zwei weitere Holländer. Der eine war zur gleichen Zeit auf dem Zeltplatz in Stavanger und besuchte den Preikestolen an meinem freien Tag.

Leider hat er sich bei dem Ausflug den Fuß verletzt. Der andere Holländer, ein alter Hase, hat bereits einige längere Touren gemacht, z.B. in den USA von Coast to Coast. Er ist ebenfalls der Meinung, daß die größte Prüfung einer Radreise in der psychischen Belastung liegt. Nach jeder Reise sieht man die Welt mit anderen Augen, trifft ganz unterschiedliche Leute. An Board speise ich mit einem Norweger, der zum ersten Mal nach Schottland zum Radfahren reist, und einer erfahrenen norwegischen Radlerin, die mit MTB und BobYak unterwegs ist, am köstlichen skandinavischen Buffet. Die meiste Zeit der Überfahrt verbringe ich mit den beiden. So erfahre ich einiges über Norwegen im Nachhinein, z.B. über den bekanntesten Radweg Norwegens, dem Rallervegen. Die Überfahrt verläuft sehr ruhig und angenehm.

Nachts um halb zwei legt die Fähre an. Gemeinsam mit einigen anderen Reiseradlern nehmen wir den Campingplatz in Lerwick auf den Shetlands Islands in Beschlag.

Der nördlichste Punkt meiner Reise, Bergen und die Shetlands, und ungefähr die Hälfte der Strecke ist erreicht.

Shetland & die Orkneys - Zu Besuch bei den Puffins

Als ich am nächsten Morgen aufwache, haben sich bereits alle anderen aus dem Staub gemacht. Sie werden wohl auf Erkundungstour seien. Heute mache ich einen Ausflug in den Norden. Bei mäßigem Wetter und, was für eine Wohltat, mit etlichen Kilo Untergewicht, gleite ich über die grüne Insel. Ein paar Schafe, Pferde und Kühe, Hügel und schöne Landschaften sind zu sehen. Der Regen kündigt sich ebenfalls an. In einem kleinen Dorf, na ja zwei, drei Häuser an der Strasse (müsste Bixter sein), treffe ich auf eine Einheimische, die mich völlig irritiert anschaut und mich anspricht.

"There's water falling down from the sky."

Ich glaube, sie meint lediglich, dass es regnet. Das spüre ich auch, stehe ja mitten drin. Jeder andere hätte sich wohl einfacher ausgedrückt. It's raining sagt doch das gleiche aus. Wahrscheinlich sei ich etwas irre, bei Regen zu radeln. Ich antworte mit einem klaren "yes". Ihre Verwirrung steigt während sie ins Haus geht.

Wie auch immer, ich schmeiß den Motor an und klapp das Visier runter, weiter gehts.

In Voe mache ich Rast im hiesigen Pub. Der Regen wird leider stärker. Die Chancen, dass ich vor Ladenschluss wieder in Lerwick bin, sinken. Das ist fatal, meine Vorräte sind aufgebraucht. Von der Thekenbande erfahre ich, dass gleich ein Bus nach Lerwick abfährt, der auch mein Fahrrad transportiert, wenn er nicht zu voll ist. Fünf Minuten stehe ich an der Bushaltestelle und warte, nur der Bus kommt nicht, obwohl er längst hätte da sein müssen. Das fühlt sich so gut an, in strömendem Regen am anderen Ende der Insel, mit der Aussicht auf eine nasskalte, windige Rückfahrt.

Doch dann sehe ich ihn in der Weite und er hält. So kann ich noch mein Abendessen im Supermarkt besorgen und entkomme dem Regen.

An den nächsten beiden Tagen fahre ich per Bus zum Leuchtturm in Sumburgh und zum Castle nach Scalloway. Der Leuchtturm liegt im Süden der Insel an den Klippen, die von der hiesigen Vogelwelt bevölkert ist, Puffins überall. In der Nähe befindet sich auch der Flughafen der Shetlands Islands, der bei Starts und Landungen teilweise sogar die vorhandenen Straßen in Beschlag nimmt.

In Scalloway steht die Schloßruine und am Hafen ein Denkmal für den "Shetland Bus". Als "Shetland Bus" wird die Hilfe für die Norweger während des zweiten Weltkrieges bezeichnet. In den Jahren 1940-45 sind viele Norweger zu den Shetlands, dessen Seeleute mit ihren Schiffen eine Rettungslinie organisierten, geflohen.

Shetland Islands

Shetland Islands

Nach einigermaßen erholsamen Tagen verlasse ich die Insel mit der Fähre Richtung Kirkwall, Orkney Islands. 5 1/2 Stunden Fahrt bei starkem Seegang und zur Unterhaltung harte Filmkunst "Sin City" im Boardkino. Gegen 23.15 Uhr erreiche ich endlich den Campingplatz von Kirkwall. Ein weiterer Zeltaufbau in der Dunkelheit. Diesmal habe ich nur einen Tag auf der Insel, an dem ich auch noch nach Stromness gelangen muss. Also mache ich mich am nächsten Morgen auf der Route 1 des Mainland-Trips auf den Weg. Die anspruchsvolle Strecke durch die Berge ist sehr schön und bietet weite Ausblicke, jedoch macht mir der starke Gegenwind zu schaffen. Abgesehen von den Städten Kirkwall und Stromness ist die Insel wie leer gefegt, obwohl ich die Orte Hobbister, Kibister Tingwal und Birsay passiere. Die einzigen Begegnungen scheine ich mit den frisch geschorenen Schafen zu haben.

Der Campingplatz in Stromness liegt am Ende des Hafenbeckens mit tollen Blick auf Hafen und der Stadt. Zum schottischen Festland gibt es zwei Fährverbindungen, Burwick - John o'Groats oder Stromness - Scrabster (Thurso). Ich entscheide mich für die billigere Überfahrt nach Scrabster.

John o'Groats ist ein beliebtes Ziel der UK-Radler bei deren favorisierten Tour von Landsend aus.

Ich werde einige unterwegs treffen, die auf dieser Tour unterwegs sind.

Schottland - Highlands &  Lowlands

Seit 33 Tagen bin ich on Tour, ca. 2.200 Kilometer im Sattel, bisher keine großen Pannen oder vergessene Ausrüstungsgegenstände.

In Thurso verlasse ich die Fähre bei bedecktem Himmel und leichtem Regen. Die Highlands warten auf mich, tolle Aussichten natürlich, dafür ständig rauf und runter. Der kalte Gegenwind ist mein treuer Begleiter. Es wird die härteste Etappe meiner bisherigen Reise. Selbst die Schafe schauen bedrückt, während sie beobachten wie ich mich quäle.

Die psychische Belastung ist heute extrem hoch, der Tacho zeigt nicht einmal 17 km oder mehr an. Völlig am Ende, merke ich gegen Abend, dass der anvisierte Campingplatz nicht mehr existiert. Also weitere Kilometer auf der Suche nach einem Bed & Breakfast abstrampeln. In Tongue werde ich fündig. Beim Frühstück lerne ich die anderen Gäste kennen. Es wird reichlich aufgetischt: Cornflakes, Orangensaft, Kaffee, Toast, Marmelade, Tomate, Spiegeleier, Würstchen, Bacon, Champignons und Rösti. Im Hintergrund läuft schottische Musik, total entspannt genieße ich die Köstlichkeiten. Am Nebentisch begießt einer der drei Italiener seine Flakes mit Kaffee. Ein Tisch weiter wird ein merkwürdiger Brei serviert, im Anschluss Fisch, unglaublich.

Jugenherberge Carbisdale Castle

Jugenherberge Carbisdale Castle

Schottlandkmkm/hTag
102315,413
Shetland Islands5415,230,31
Shetland Islands - Orkney Islands (Fähre)--32
Kirkwall - Stromness (Orkneys)9315,733
Orkney Islands - Scrabster (Fähre)--34
Scrabster - Tongue7912,634
Tongue - Colrain7816,435
Colrain - Nairn12416,836
Nairn - Banff10715,337
Banff - Aberdeen10113,538
Aberdeen - Carnoustie10814,139
Carnoustie - Edinburgh12115,640
Edinburgh - Peebles5016,241
Peebles - Berwick upon Tweed10817,242
Gut gestärkt geht es in den Sattel, die Insel wartet. Im Tal vor Altnaharra treffe ich einen fliegenden Händler mit seinem Hund. Seit 50 Jahren versorgt er die Dörfer in den Highlands mit sämtlichen Güter, insbesondere Kleidung. Während wir ein wenig plaudern, erfahre ich, dass er früher mit Pferd und Wagen unterwegs war und einen Monat brauchte, um die Highlands zu durchqueren. Damals waren die Täler bewaldet, dies änderten mit der Zeit die Engländer. Außerdem berichtet er mir von den ganz speziellen Touristen, die im Winter mit ihren Skiern die Highlands für eine atemberaubende Abfahrt besteigen.

Etwas später lege ich in Altnaharra eine Teatime ein. Das hiesige Hotel lädt geradezu ein. Auf dem Parkplatz tummeln sich ein paar Rolls Royce. In der Bar lasse ich mir einen Tee und ein exzellentes White Chocalate Eis mit frischen Erdbeeren bringen. Bei den Strapazen in den Highlands eine willkommene Ablenkung und Aufmunterung für die nächsten Steigungen.

Entlang des Loch Loyal, und generell in den Nothern Highlands, erwarten mich schöne Abschnitte. Dieser Tag läuft bisher wirklich gut und wird immer besser. Das Highlight ist Carbisdale Castle. Dort versteckt sich seit 1945 eine Jugendherberge, die sich in einem Schloß befindet. Zuvor fanden dort König Haakon VII und Kronprinz Olav (später König Olav V) von Norwegen Schutz vor dem Naziregime. Das Schloß ist sehr beeindruckend, vor allem wenn man mit dem Randonneur vorfährt. Den Abend verbringe ich mit einem unterhaltsamen 80-jährigen Engländer, der in den Highlands seinen Urlaub verbringt. Während des 2. Weltkrieges war er u.a. Deutschland stationiert. Da gab es vieles zu erzählen.

Langsam verabschieden sich die Highlands, die Steigungen werden flacher, die Landschaft wird mehr und mehr von der  Agrarwirtschaft dominiert. Auf dem Weg nach Inverness durchfahre ich die alten sehenswerten Städtchen Tain, Alness und Dingwall.

In den Lowlands darf ich herrliche Strecken durch Wälder, Felder und an Flüssen vorbei genießen. Im Küstenstädtchen Cullen sehe ich die Nordsee wieder. Das Nachtlager schlage ich in Banff auf. Meine Nachbarn sind von der Royal Airforce. Es scheint, als ob sie die Küste entlang paddeln. Außerdem treffe ich Andy wieder, die ebenfalls die Highlands hinter sich gelassen hat.

Die nächsten Etappen gehen bis Aberdeen und Edinburgh. Ab Maud beginnt der Formatine & Buchan Way, eine stillgelegte Eisenbahnstrecke. Über Stock und Stein und aufgrund des Pflanzenbewuchs bis in die Fahrbahn hinein, teils fast unbefahrbar, trotzdem eine schöne Abwechslung. Insgesamt ein lohnenswertes Abenteuer.

Hinter Dundee liegt die Tay-Road-Bridge. Bisher hatte ich so meine Probleme mit den Brücken, vor allem in Skandinavien. Diese allerdings wird per Fahrstuhl betreten und der Fußgänger- und Radweg liegt gut abgeschirmt in der Mitte der Fahrspuren, sorgloses radeln ist garantiert.

Eine weitere Brücke erwartet mich kurz vor Edinburgh, die Forth-Road-Bridge. Der Wind ist so stark, dass ich bereits Probleme bekomme, mich im Sattel zu halten, da spricht mich ein Uniformierter kurz vor Brückenanfahrt an, Routine-Kontrolle. Wirklich klasse, extrem windig, schon dunkel und ich genervt.

Macht nichts, bitte alle Taschen aufmachen, die und die bitte ausräumen.

Welch ein Trost, dass ich dann passieren darf. Die Kontrolle hat auf jeden Fall etwas mit einem Staatstreffen in Edinburgh zu tun.

Bei Dunkelheit kämpfe ich mich bis zum Campingplatz, dessen Zeltwiese schon voll ist. Die Rezeption ist natürlich nicht mehr besetzt und die Waschräume sind gesichert. Glücklicherweise erfahre ich den Code für den Waschraum von einem anderen Camper. 8qm für mein Zelt stecke ich ebenfalls ab.

Edinburgh besuche ich an einem sonnigen Sonntag. Glücklicherweise sind viele Geschäfte geöffnet, die City ist sehr gut besucht. Die Anfahrt vom Campingplatz verläuft auf ausgeschildertem Radweg abseits der Autostrassen durch bewaldetes Gebietet und schönen Parkanlagen. Die Innenstadt ist geprägt von breiten Alleen, Kirchen, Monumenten, alten Gebäuden und Brücken sowie natürlich dem Schloß, das auf einer Erhebung mitten in der City thront.

Nach einer kleinen Tour durch die Einkaufsstrassen besuche ich die Touristeninfo. Meine Karten des hiesigen Cycle Network enden in Edinburgh. Leider stellt sich heraus, dass die nötige Anschlußkarte von Sustrans nicht aufzutreiben ist.  Nun kämpfe ich mich vergebens durch die Stadt, auf der Suche nach der Cycle Route 1, bis mir ein Taxifahrer weiterhelfen kann. Richtung Süden verlasse ich Edinburgh und gelange bis Peebles. Am nächsten morgen bekomme ich sogar die benötigte Karte.

Der letzte Tag in Schottland ist angebrochen. Auf dem Tweed River Cycle Path  durchfahre ich Galashiels, Melrose, Kelso und Coldstream. Dann überschreite ich die Grenze zu England und fahre direkt nach Burwick upon Tweed, eine von einer Mauer umgebenen Stadt, die nur über eine Brücke zu erreichen ist.

England - Terror im Land

Die ganze Nacht regnet es auf mein Zelt nieder. Morgens treffe ich eine sorgsame Nachbarin. Sie bietet mir Hilfe an, da ich in der Nacht abgesoffen sei. Ich beruhige sie erstmal und erkläre, dass es in meinem Zelt trockener ist als in ihrem Wohnwagen. Trotzdem muss ich den Abbau bei strömendem Regen vornehmen.

Während der Fahrt entlang der Küste lichtet sich das Wetter endlich, die Sonne erscheint. Nachmittags wendet sich das Blatt dann wieder. Starker, kalter Gegenwind und Wasser überall. Das macht mich fertig. In Alnmouth entscheide ich, die restliche Strecke nach Newcastle per Bahn zu absolvieren.

Auf dem Bahnsteig lerne ich Sam aus Canada, der in Belfast studiert, kennen. Er möchte Freunde in Rheinfelden besuchen und nimmt morgen die Fähre Newcastle - Amsterdam. Abgesehen von seiner anhaltenden Grippe stehe ich seinen Ambitionen aufgrund seiner Ausstattung eher skeptisch gegenüber. Seine Schaltung ist defekt und lässt nur acht der 24 Gänge zu. Übrigens soll seine Reise danach bis nach Jordanien führen, vielleicht. Irgendwie ist er etwas unschlüssig.

Gemeinsam reisen wir nach Newcastle. Dort irren wir im Regen umher, bis wir endlich vor der geschlossenen Touristeninfo stehen. Weiter geht es zur hiesigen Jugendherberge, in der wir tatsächlich die letzten beiden Betten ergattern. Dort lernen wir Sally aus Australien kennen, die ein Jahr lang Europa bereist, meistens natürlich nur die Großstädte. Solche Begegnungen sind es, die meine Reise nachhaltig aufwerten.

Bevor ich Newcastle verlasse, besorge ich mir die nächsten Karten direkt bei Sustrans, die hier eine Zweigstelle haben und erneuere die Bremsklötze, die inzwischen ziemlich abgefahren sind. Gegen Mittag fahre ich über die Gateshead Millennium Bridge und am Angel of North vorbei. Der Regen will kein Ende nehmen. In Hartlepool übernachte ich in einem Bed & Breakfast. Aus den Nachrichten erfahre ich, das London den Zugschlag für die olympischen Sommerspiele 2012 bekommen hat.

Als nächstes steht die Route 65 "The White Rose" auf dem Plan. Eine sehr schöne Radstrecke, die ab Swainby durch den North York Moors National Park führt. Häufiger habe ich mit Schotterabschnitten sowie starken Gefälle und Steigungen zu kämpfen. Unterwegs werde ich immer wieder von Rennradlern überholt. Einer von Ihnen schaut zu mir zurück um seinen Kommentar abzugeben.

"Seems to be hard work." Alles klar, sehe zu, dass Du Land gewinnst, denke ich.

Beim Lunch in einem kleinen Lokal irgendwo im Wald erfahre ich von der Inhaberin, dass in London mehrere Bomben explodiert sind. Die stärkste Explosion an der hochfrequentierten U-Bahn-Station King's Cross. Ihr Mann ist gerade in London und sie kann ihn seit Stunden nicht erreichen.

Englandkmkm/hTag
72317,88
Berwick upon Tweed - Almouth6816,643
Almouth - Newcastle (Zug)--43
Newcastle - Hartlepool5715,944
Hartlepool - Easingworld9815,545
Easingworld - Barton upon Humber10119,646
Barton upon Humber - Woodhall Spa9918,647
Woodhall Spa - Swaffham11019,048
Swaffham - Readham8017,449
Readham - Harwich11018,350
Harwich - Hoek van Holland (Fähre)--50
Im Ungewissen muss ich mich auf den Weg machen.  Mein heutiger Campingplatz liegt in Easinworld.  Am nächsten Tag bin ich meistens auf der Bundesstrasse unterwegs. In York lege ich eine Pause an der eindrucksvollen York Minster (Dom), die sich im alten Stadtkern mit historischer Stadtmauer befindet, ein.

Am späten Nachmittag passiere ich Hull. Etwas orientierungslos lande ich auf der Stadtautobahn und überquere so das Wasser, um nach Barton upon Humber zu gelangen.

Langsam scheint der Sommer angekommen zu sein. Es wird wärmer, die Sonne begleitet mich immer öfter und die Regenabschnitte werden weniger. Auf der Etappe Barton - Woodhall Spa wimmelt es den ganzen Tag nur so von kleinen schwarzen Fliegen, die meinen ganzen Körper bevölkern. Unnötig zu erwähnen, dass es beim Radeln unerhört stört und mich zur Weißglut treibt. Ständig wische ich mit der Hand über meine Brille oder setze sie ab, um die Gläser frei zu pusten. Irgendwie schaffe ich es aber bis nach Woodhal Spa. Während des Zeltaufbaus lerne ich meinen englischen Nachbarn kennen, der letzte Woche in der Nähe von Dresden ein paar Tage verbrachte. Er lädt mich auf ein eiskaltes Krombacher ein. An diesem heißen Tag eine reine Wohltat.

Die nächsten Tage bin ich meistens auf den gut ausgebauten Landstrassen unterwegs. Leider gibt es keine Radspur, dafür einen recht breiten Seitenstreifen.

Auf der Fosdyke Bridge, kurz hinter Boston, passiert es dann. Die erste Panne meiner Reise nach ca. 3.500 km. Na ja, eine Panne im eigentlichen Sinne nicht. Der Tacho versagt, obwohl die Batterien nicht leer sind, so ist das mit den Funktachos. Ein Gefummel mit den kleinen Schrauben beginnt, habe dafür nicht das richtige Werkzeug dabei. Vor lauter Ärger habe ich den Funksender weggeschmissen und mich in den Sattel geschwungen.

Ich kann erst in East Dereham das Problem beheben lassen. Im dortigen Baumarkt bekomme ich den Kabelzusatz für meinen Sigma Tacho. Ein Mitarbeiter hilft mir sogar bei der Montage, auch wenn es kein großer Akt ist. Allerdings dauerte es 20 Minuten, bis wir den Tacho zum laufen gebracht haben.

Alles wieder gut. Ausrüstung voll funktionsfähig.

Der Tacho hat schon eine sehr wichtige Funktion. Zudem ist er die einzige Uhr an Bord. Das Highlight scheint er aber nicht zu sein, denn immer wieder bestaunen die Menschen meine dicke Hinterradnabe, die 14-Gang Rohloff Speedhub.

Gut gelaunt setzte ich meine Reise fort. Eine kleine Stadttour in Norwich steht als nächstes auf dem Programm. Hier war ich vor einigen Jahren schon mal. Norwich ist immer ein Besuch wert. Eine der vielen pittoresken Kleinstädte Englands.

Fähre Felixstowe-Harwich

Fähre Felixstowe-Harwich

Inzwischen bin ich ständig auf der Suche nach Auskünften zur Fährüberfahrt Felixstowe - Harwich, die auf der Sommeroute der NSCR liegt. Leider kann mir keine der Touristeninfobüros, die auf meinem Weg liegen, weiterhelfen. Erst in Beccles erfahre ich, dass die Fähre z.Zt. im Einsatz ist. Also mache ich mich direkt auf nach Felixstowe, einem typischen Urlaubsort an der Küste. Neben der langen Promenade dominieren Fastfood-Buden und Amusement-Center. Von einem Budeninhaber erfahre ich, dass die Plattform auf See, die von der Promenade aus zu sehen ist, eine ehemalige Flakstellung aus dem zweiten Weltkrieg ist. Heute wohnt dort ein Engländer, der sogar seine eigenen Briefmarken druckt. Wahrscheinlich ist er der Meinung, er sei ein souveräner Staat.

Am südlichen Strandende tummeln sich die Menschen um ein paar Blicke auf die vorbeifahrenden Schiffe zu erhaschen. Dort liegt auch die Anlegestelle (eher Strand) meiner Fähre. An der der Würstchenbude nehme ich während der Wartezeit eine kühle Cola und plaudere mit der Betreiberin, die unter anderem auf der Queen Mary 2 gearbeitet hat. Etwas später landet meine Fähre auf dem Sand und es geht nach Harwich. Mit der Stenaline werde ich am Abend nach Hoek van Holland übersetzten.

Während der Wartezeit am Fähranleger der Stenaline lerne ich drei Mechaniker aus Oldenburg kennen, die eigens für den Paddock Club die lokale Fernsehübertragung der Formel 1 installieren und betreuen. Sie sind bei jedem Grand Prix dabei, kommen gerade erst aus Silverstone. Nächstes Wochenende sind sie am Hockenheimring. Es ist ein sehr harter Job, ständig auf Achse in der gesamten Welt und vom Rennen selbst bekommen sie sehr wenig mit. Sie berichten mir von ihren Touren nach Malaysia und Brasilien. Dann geht es an Board.

In Holland werde ich erst gegen Mitternacht ankommen. Deshalb buchen die Damen von der Schiffsrezeption den Campingplatz in Hoek van Holland telefonisch, einfach klasse.

Niederlande - Sprint durch die Dünen

Gegen 0.30 Uhr erreiche ich die riesige Campinganlage. Am Morgen ist reges Treiben, die Sonne scheint, es ist warm. Wunderbar, ganz gemächlich packe ich meine Sachen. Dann beginnt die Tour durch das letzte der sieben Länder. An Den Haag vorbei passiere ich die Tourismushochburg Scheveningen. Weiter führt der Weg durch die Dünen, die nicht so flach sind, wie man es von den Niederlanden so annimmt, und auf gut ausgebauten Fahrradwegen an den vielen Gewächshäusern entlang. Es scheint, als sei halb Holland mit dem Fahrrad unterwegs. Natürlich auf einem Holland-Fahrrad. Der absolute Hit ist allerdings der vielbenutzte Triathlonaufsatz. Das sieht sehr gewöhnungsbedürftig aus, ist aber der derzeitige Trend. Die hiesige Nordseeküste gefällt mir sehr gut. Die erste Etappe endet in Castricum.

Niederlandekmkm/hTag
34718,62
Hoek van Holland - Castricum10217,451
Castricum - Eemshaven24519,152
Eemshaven - Borkum (Fähre)--53
Das Wetter bleibt beständig, endlich ist Sommer, nur schade, dass meine Reise bald endet. Ich hatte leider zuviel Regentage bisher. Holland gefällt mir wirklich sehr gut, immer sind eigene Radwege vorhanden und in der Mittagspause lasse ich mir leckere Pfannkuchen servieren. Ich passiere viele kleine hübsche Städtchen. Teilweise verläuft die Strecke entlang der Kanäle. Ebenfalls eine willkommene Abwechslung. Ab Den Oever beginnt der Anschlussdamm. Er ist sehr eintönig und ca. 32 km lang. Zum Glück steht der Wind günstig. Das sture geradeaus fahren mit nicht ändernden Eindrücke reicht völlig. Eigentlich ist es eher ein Kampf oder nur Einstellungssache.

Am Rastplatz auf ca. halber Strecke mache ich Rast. Bei dieser Gelegenheit schaue ich mir nochmals meine Unterlagen an und komme auf die Idee, Holland mit der Fähre in Eemshaven zu verlassen. So kann ich die Nordseeinsel Borkum besuchen und von dort aus nach Emden übersetzen.

Die Entscheidung ist getroffen. Am kommenden Wochenende werde ich wieder in Hamburg sein. Holland durchfahre ich in zwei Etappen, die letzte über 245 km, da ich die erste Fähre nehmen möchte. Ausspannen kann ich auch auf Borkum. Nachts um 03.00 Uhr erreiche ich das abgesperrte Fährgelände von Eemshaven. Neben einer Telefonzelle breite ich meinen Schlafsack aus und warte auf die Abfahrt.

 

 

Deutschland - Die Tour ist gelaufen

Der letzte Ruhetag steht an. Auf Borkum ist einiges los. In aller Ruhe wandere ich auf der Insel umher und schaue mir einiges an, während der Großteil der Touristen die Strände bevölkert. Im Postamt erzählt mir der Postbeamte von seinen Touren auf Island und Grönland. Er möchte nächstes Jahr ebenfalls die NSCR befahren, allerdings ein halbes Jahr lang, um an dem einen oder anderen Ort etwas verweilen zu können. Abends trudelt ein weiterer Hamburger auf dem Camping–platz ein. Er berichtet mir, dass er vor 10 Jahren eine Fahrradtour auf Island unternommen hat. So langsam scheint, ausser mir, jeder schon auf Island gewesen zu sein. Die Fähre nach Emden setzt morgen mittag über, d.h. ich kann endlich ausschlafen.

Deutschland Teil IIkmkm/hTag
12320,71
Borkum - Emden (Fähre)--54
Emden - Rodenkirchen12320,754
Rodenkirchen - Hamburg (Zug)--54
Emden erreiche ich dadurch aber erst am Nachmittag. Das wird eng, bis Hamburg schaffe ich es wohl nicht. Die Küste von Ost- und Nordfriesland werde ich nicht mehr befahren. Als Hamburger kenne ich die Gebiete natürlich schon. Außerdem fehlt mir hierfür die Motivation. Alle Highlights habe ich schon gesehen. Das Ende ist einfach gekommen.

Ab Emden nehme ich Kurs nach Hamburg auf direktem Weg. Um 20.00 Uhr erreiche die Weser, Hamburg ist heute per Velo nicht mehr möglich. Zu einer weiteren Übernachtung, da Hamburg so nah ist, kann ich mich nicht durchringen. Deshalb besteige ich in Rodenkirchen den Zug für die letzten Kilometer. Kurz vor Mitternacht bin ich zu Hause.

NSCR 2005 - Ein aussergewöhnliches Erlebnis

Meine erste große Radreise habe ich erfolgreich bestanden. Die Erlebnisse, Anstrengungen, Bekanntschaften, Ausblicke und die Lebensbedingungen während dieser Radreise werden mich nun den Rest des Lebens begleiten. Es sind Erinnerungen und Erfahrungen, die mich immer wieder aufmuntern und auf neue Abenteuer hoffen lassen werden. Sehr zufrieden bin ich mit meiner Ausrüstung, die mich nicht im Stich gelassen hat und einwandfrei funktionierte. Auf über 4.000 km ist so etwas besonders erwähnenswert.
On the road

On the road

Der Besuch Skandinaviens oder Großbritanniens ist sehr zu empfehlen. Der Nordseeküstenradweg gestattet schöne Ein- und Überblicke von den zu durch fahrenden Ländern. Außerdem werde ich sicherlich einige Länder nochmals bereisen, um die anderen Regionen kennenzulernen.

Obwohl es einige Radler gibt, die immer auf dem originären Radweg bleiben, kann ich es empfehlen, sich nicht zur Gänze daran zu halten. Einerseits erschließen sich andere interessante Orte und andererseits ist Freiheit eine Motivation einer Radreise. Die würde man bei Einhaltung der Vorgaben ein wenig aufgeben. Nicht zu vergessen, dass sehr schnell Eintönigkeit an der Tagesordnung ist. Da sie in diesem Fall nicht durch die Landschaft oder Infrastruktur bestimmt ist, muss man sich ihr auch nicht hingeben. Diese Entscheidung fällt natürlich jeder für sich. Das betrifft bereits die Planungsphase, alles kann nicht voraus geplant werden, sollte es auch nicht.

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