TdF Nord 2012


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Endlich wieder in Frankreich radeln. Von Honfleur durch die Normandie und Bretagne an die Loire bis nach Orléans und über Paris zurück.

Das erste Mal fahre ich mit dem Auto an. Die Zugverbindung nach Frankreich gefällt mir gar nicht. Alle Wege führen nach Paris. Mit dem Flugzeug sind die Kosten für das Fahrrad beinahe teurer als das Flugticket. Außerdem steigt die Flexibilität enorm, wenn man nicht ein genaues Enddatum einhalten muss.

Die meiste Zeit der Hinfahrt war ich auf der Suche nach der Herkunft des nervenden Knackens am Heck des Autos. In Belgien hatte ich es endlich lokalisiert und abgestellt. Ansonsten war die Fahrt sehr unproblematisch, der Heckgepäckträger ist eine klasse Sache.

Bei Le Havre muss ich über die Pont de Normandie, eine riesige Brücke über die Seine. Schöner Ausblick und sehr windig, glücklicher Weise sitze ich im Wagen und nicht auf dem Rad. Gleich hinter der Brücke erreiche ich Honfleur und statte der Touristen-Information ein Besuch ab, um zu erfahren, wo ich mein Mini die nächsten zwei Wochen stehen lassen kann. Tja, Fehlanzeige, kein Platz vorhanden.

Danach checke ich beim Campingplatz am Ortsausgang ein. Nach kurzem Gespräch ist klar, dass ich ihn hier lassen kann. Wunderbar, das größte Problem ist gelöst. Beim Zeltaufbau lerne ich gleich ein älteres Ehepaar aus Tirol kennen, die mit Auto und Rädern (Tagestouren) Nordfrankreich geniessen wollen.

Ich werde den nächsten Tag noch in Honfleur verbringen. Am Abend kann ich gerade noch eine erste Runde durch den Hafen machen bevor es zu regnen beginnt.

 

Letztes Mal ausschlafen. Als ich aufwache sind sämtliche Nachbarn schon auf und davon.

En Normandie

Honfleur ist ein schmuckes Städtchen mit den typischen farbig-frohen, aneinander gereihten, kleinen Häusern. Das Stadtzentrum liegt direkt am Hafen, ein Restaurant reiht sich neben dem anderen. Ganz klar eine Touristenhochburg. Daneben kann man seine Zeit in einem großen Park und am Strand verbringen. Le Havre liegt gegenüber. Ein besonderes Highlight ist die kilometerlange Promenade mit Blick auf die Pont de Normandie.

Hafen Honfleur

Hafen Honfleur

Natürlich besuche ich öfter die Patisserie und einige Cafés, bin schließlich in Frankreich. Und ganz wichtig, wo wird die EM gezeigt? Am gestrigen Abend konnte ich keinen TV finden, heute spielt Deutschland. Ich finde eine Bar und kündige mich gleich für das Spiel heute Abend an.

Nachmittags bereite ich alles für die Tour vor, insbesondere den Randonneur.

Zwischenzeitlich baut ein Radler sein Zelt neben den Tirolern auf, ein Lehrer aus Washington D.C. Er kam vor zwei Tagen in Paris an. Fünf Wochen will er hier in Frankreich und Spanien verbringen. Er wird auch durch die Normandie und ab der Bretagne Richtung Süden fahren und hofft bis über die Pyrenäen zu kommen. Im Gegensatz zu mir wird er sich intensiver mit den Stränden der Normandie befassen, Stichwort D-Day.

Gegen 19.30 Uhr geht es in die Bar. Die Stammgäste tummeln sich bereits am Tresen, der Fernseher ist aus. Ich esse erstmal einen Croque Monsieur. Um kurz nach 8 werde ich nervös und bitte die Chefin den Fernseher anzuschalten. Muss ich auch noch erklären, dass die Vorberichte ebenfalls wichtig sind. Ist ja schlimm hier.

Endlich läuft der Kasten. Da fragt mich die Chefin glatt, ob ich Spanier wäre. Am Tresen bricht Gelächter aus. Ein Stammgast erklärt ihr, dass ich hier im deutschen Nationaltrikot von 1954 sitze, quel Malheur?

Kurz vor Anpfiff treffen noch weitere Deutsche ein. 4:2, Griechenland verabschiedet sich, ich mich in der Bar auch.

Bei Sonnenschein und 26 °C startet die Tour. Die vorherrschende Windrichtung ist leider Westen. Damit habe ich die nächsten Tage zu kämpfen. An der Küste ist es eher bergig als flach, nichts neues. Aber sehr schön. Trouville und Deauville sind die bekanntesten Ferienorte an der normannischen Küste, entsprechend mondän geht es hier zu. Große Villen, teure Autos, schöne Strände und ein Casino. Hinter Deauville verschwinden die Villen und es folgen nette, kleine Orte, ebenfalls mit schönen Stränden. Ab Ouistreham dominiert das Thema "Operation Overlord", der D-Day. Viele Hinterlassenschaften sind an den Stränden zu sehen, ein Monument schließt sich dem anderen an. Hier wimmelt es von englischen Touristen aufgrund des Fährhafens.

Am frühen Abend erreiche ich ziemlich erschöpft den Campingplatz von Bayeux. Ich treffe die Tiroler wieder. Während sie auf mein Hab und Gut achten, fahre ich schnell vor Ladenschluss zum Supermarkt für das Abendessen. Keine Lust mehr den Kochlöffel zu schwingen. Frankreich, also Baguette Käse und Schinken, perfekt.

Zeltabbau im Regen, das wird ein Tag.

Regen, Gegenwind und häufige Steigungen zehren an den Nerven. Nachmittags geht es bei strömenden Regen eine ca. 6 km lange Abfahrt herunter nach St. Lô. Ich entschließe mich, heute in der Jugendherberge unter zu kommen. Nur gibt es in der Gegend keine, wie ich später in einem Blumenladen erfahre. Alles andere hat geschlossen, heute ist Sonntag. Ich finde die Auberge Normande und nehme ein Zimmer mit TV und wifi. FaceTime auf dem iPhone ist schon klasse, wenn man im Urlaub ist.

Nach dem Essen mache ich noch einen Spaziergang durch die Altstadt. Als ich ein Foto von der Kathedrale machen wollte, drängte sich tatsächlich jemanden ins Bild und wollte nicht weichen. So hatte ich den Clochard auch mit drauf. Später verfolgte er mich fast den ganzen Rückweg und fragte mich aus, anhänglicher Kerl.

Endlich wieder Sonne und blauer Himmel. In ein paar Stunden sehe ich das Meer wieder. Die Stimmung steigt, trotz der gestrigen Strapazen. Pünktlich zum Mittag setzt der Regen wieder ein, zwar nur Nieselregen, aber auch unangenehm. Ich erreiche den Atlantik in Granville, lege am Hafen eine Pause ein und genieße den Ausblick.

Le Mont Saint Michel

Le Mont Saint Michel

Ein paar Kilometer weiter campe ich in St. Pair sur Mer. Der Campingplatz ist super, ich habe mein eigenes Badezimmer direkt neben dem Zelt. Da kann ich sogar meine Ausrüstung über Nacht lagern.

Tour de France Nordkmkm/hTag
102615,512
Honfleur - Bayeux9514,61
Bayeux - St. Lô4513,82
St. Lô - St. Paur s/Mer6914,03
St. Paur s/Mer - Saint Malo10116,44
Saint Malo - Iffendic9413,85
Iffendic - Rieux72146
Rieux - Saint Brevins Les Pins9013,47
Saint Brevins Les Pins - Ancenis10216,48
Ancenis - Gennes10417,59
Gennes - Amboise12217,410
Amboise - Orléans10117,711
Paris & Trouville - Honfleur3112,412
Anstrengende Tage liegen hinter mir. So ganz ohne vorheriges Training ist es halt etwas härter. Dafür sind die bisherigen Eindrücke der Normandie grandios. Nicht nur Südfrankreich ist eine schöne Gegend. Das Highlight der Normandie liegt aber noch vor mir. Seit Granville kann ich es sehen und trotzdem ist es noch kilometerweit entfernt. Mehr als ein halber Tag wird noch vergehen bis ich am Mont Saint Michel ankommen werde. Dort wimmelt es nur so von Menschen.

An der Eingangsstrasse ist ein eigenes Dorf mit Hotel, Campingplatz, Supermarkt und Souvenirläden entstanden. Mit dem Fahrrad darf ich aber nicht zum Berg fahren, entweder mit dem Bus oder zu Fuß. Kurz überlege ich, ob ich nicht einfach über Nacht bleibe. Die Campingkosten belaufen sich auf € 18 für eine Wiese hinter dem Hotel. Das macht die Entscheidung leicht. Weiter geht es. Den Berg mit Abtei werde ich auch nicht besuchen, da ich dazu meine gesamte Ausrüstung hier nicht so einfach lagern kann und außerdem tummeln sich zu den 44 Einwohner mindestens noch 300 Touristen auf der Insel.

Der Mont Saint Michel wird mich so und so noch bis in den späten Nachmittag hinein begleiten. Ein paar Kilometer weiter beginnt die Bretagne.

En Bretagne

Der untergehenden Sonne entgegen fahre ich noch bis in das Urlaubsstädtchen Saint Malo. Der Campingplatz hat sogar ein eigenes Freibad, leider schon geschlossen.

Von meinen Nachbarn werde ich auf ein Bier eingeladen. Zuvor brauche ich eine Dusche und eine Mahlzeit. Später gehe ich rüber und lerne die beiden Französinnen Fanny & Ingrid kennen, die hier ein paar Tage Urlaub machen. Typisch mit einem kleinen Peugeot und 1-Personen-Zelt.

Während die beiden am Tag erstmal ausschlafen und dann am Strand Faulenzen wollen, sitze in der Früh bereits im Sattel und kurve durch die Stadt. Unterwegs in der Bretagne. Saint Malo ist wirklich ein hübsches Städtchen, das folgende Dinard allerdings grandios. Dinar ist von einer Mauer umgeben, die ich erstmal vorbei an den kleinen Stränden abfahre.

Gerade kommen einige Schulklassen in großen Bussen angefahren und sorgen für großes Durcheinander. Anschließend durch die kleinen Gassen von Dinard folge ich dem schönen Radweg durch die grüne Natur nach Süden. Aufgrund der vorherigen Regentage ist der Weg teilweise sehr schwer befahrbar, wieder bergauf und ab gegen den Wind.

Ich entscheide mich diesmal wieder für einen Campingplatz in einem Dorf. Als ich dort ankomme, traue ich meinen Augen nicht. Das ist kein Campingplatz, sondern ein Parkplatz mit Wiese am Dorfrand. Das will ich nicht, also weiter.

Campingplätze sind hier rar. Ich durchfahre diverse Orte bis ich einen mit Fremdenzimmern finde. Als ich im Hotel frage, erfahre ich, es sei voll belegt. OK, ich lasse mir das nächste empfehlen. Dort angekommen, sehe ich den kleinen Bunker am Strassenrand (Route National). In der Bar sitzen die Trucker, gegenüber weiden Ihre Arbeitstiere im Dreck.

Ein Zimmer € 50 - not a chance.

Und wieder weiter, bin jetzt schon genervt. Bis ich in Iffendic ein Zimmer bekomme habe ich mal eben weitere 30 km zu bewältigen. Die Bretagne war bei mir bereits abgeschrieben. Nach der Dusche sieht die Welt schnell anders aus. Ich geh runter und darf in der Bar essen, die Fussballer laufen im TV schon ein, just in time eben.

Speisekarte gibt es nicht. Die Chefin kommt an meinen Tisch und diktiert mir mein Menü. OK, oui, bon.

Als Vorspeise wird mir Saumon fumé geboten. Alles klar, ich nehme den geräucherten Lachs. Superb mit Meerrettichbutter.

Zweiter Gang, die Bedienung erzählt etwas von Bratwurst und Kartoffeln, soll lecker sein. Vertrauen ist gefragt. Da kommt sie mit einer großen Schüssel, so etwas weckt Hoffnung. Überraschung, Eintopf mit Kartoffeln, Würstchen, gekochtem, super zarten Schweinefleisch und Wirsingkohl. Unendlich köstlich. Der Koch sitzt inzwischen auch an der Bar, ist der Sohn der Chefin, Familienbetrieb halt. Nun findet die Käseplatte zu meinem Tisch und wird gleich da gelassen, gute Idee.

Auf den Dessert verzichte ich. Das war mein Menü für € 10,80. Irgendwelche Fragen?

Morgens zum Frühstück werden meine Erwartung natürlich erfüllt: Kaffee, Orangensaft, frisches Baguette und Croissant vom Bäcker nebenan und Marmelade. Die Bretagne hat einen Freund mehr.

à la plage

à la plage

Als Folge hatte ich verschlafen und kam erst gegen 10 Uhr vom Fleck. C’est la vie. Den ganzen Tag über die alte Leier Gegenwind von Buckel zu Buckel, aber gut gelaunt und in herrlicher Landschaft.

In Rieux liegt ein schöner Campingplatz gleich neben dem Bootsanleger. 5 m² habe ich mir reserviert. In dem kleinen Restaurant am Bootsanleger wird wieder geschlemmt. Diesmal Galette (Buchweizen-Crêpe), einer pikant mit Schinken und Käse, der andere mit Banane. Danach fahre ich schnell rauf ins Dorf und suche die nächste Bar mit TV. In einem kleinen Hotel erlebe ich das Drama. Schon wieder diese 90 Minuten bei Seitenwind. Italien vs. Deutschland und die EM 2012 ist gelaufen.

Der letzte Tag in der Bretagne bricht an. Richtung Atlantik wird es noch windiger. Der westlichste Punkt meiner Reise ist La Boule. Ein Ferienort, der alle Strapazen verzeiht. Ich fahre gutgelaunt und entspannt die kilometerlange Promenade entlang. Am Strand herrscht reges treiben, die Kitesurfer nutzen auch meinen Rückenwind.

Das war der zweite Abschnitt meiner Reise. Nun führt die Reise den Fluss hinauf und an den Schlössern vorbei über Orléans nach Paris.

Bei Saint Nazaire muss ich über die gleichnamige Brücke. Sie ist bestimmt 50 Meter hoch. Zur Sicherheit schiebe ich, kann das Rad bei dem Wind trotzdem kaum halten. Ein Meter links von mir rauschen die Lkws mit 70 Sachen vorbei, auf der anderen Seite geht es hinter dem Geländer nur noch nach unten.

Irgendwie schaffe ich es auf die andere Seite, mit weichen Knien.

Abends ist italienisch angesagt, Pizza Calabrese und Lasagne im Restaurant, sehr lecker. Auf dem Campingplatz in Saint Brevin Les Pins treffe ich Neele und Philip aus Stade. Sie sind mit einem VW-Bus unterwegs und wollen noch an die spanische Grenze, das Mittelmeer und durch Italien zurück nach Deutschland. Wieder ein netter Abend und eine kurze Nacht. Ab halb zwei setzt der Regen ein.

Pays de la Loire

Am Morgen eines der schlechtesten Szenarien für einen Reiseradler, das nasse Zelt muss verstaut werden. Tagsüber immer wieder Regen, passend zur Durchfahrt von Nantes, eh vieles grau in grau. So langsam steigt die Zahl der Radler, an denen ich vorbei rausche.

Hinter Angers lichtet sich die triste Landschaft, das lässt hoffen. Ab Le Pons de Cé verläuft die Landstrasse direkt an der Loire. Traumhaft, schnelles Vorankommen mit Panorama. In Gennes schlage ich mein Nachtlager auf, das Zelt ist nach zwei Tagen auch wieder trocken. Sonntags ist hier wirklich tote Hose, keine Bar mit TV in Reichweite, dafür eine kleine Creperie. Wer will schon die Südeuropäer hinter dem Ball herlaufen sehen?!

Der Campingplatz in Gennes ist zu empfehlen, wer möchte, mit Ausblick auf die Loire. Morgens bringt der Bäcker seine Ware fast bis an das Zelt.

Inzwischen komme ich gut voran. Es wird bis Orléans jeden Tag besser werden, die Schlösser warten auf mich. Bis jetzt habe ich aber nur das an meinem Hinterrad gesehen.

Château d'Amboise

Château d'Amboise

Zuvor muss ich durch Tours, z.Zt. eher eine große Baustelle. Städte kosten immer Zeit und Nerven bei der Durchfahrt auf dem Velo. Jetzt folgt ein kleiner Endspurt nach Amboise, um dem Ladenschluss zuvor zu kommen. Hier ist das erste Schloss zu bewundern. Die Innenstadt ist heute wegen eines Radrennens gut besucht. Meine Camp-Arena liegt auf der Île D’Or und ist voll belegt. Unter den vielen Blicken koche ich meinen Milchreis, lecker.

Heute traf ich zwei Deutsche in Avoine, die in der anderen Richtung unterwegs sind und an den Atlantik fahren. Sie haben sich einige Schlösser, die meist abseits der Loire liegen, angeschaut. Ein Rad hat einen Speichenbruch, so warteten sie, bis am Nachmittag der Radladen aufmachte. Na ja, Speichenbruch kenne ich nicht.

Am nächsten Tag nehme ich die letzten Kilometer an der Loire unter die Räder und passiere noch das ein oder andere Schloss. Es ist zwar alles ganz nett, aber nichts Neues. Es wird schon etwas eintönig. Hätte ich nicht gedacht. Abends erreiche ich Orléans, meine Tour neigt sich dem Ende. Das Touribüro befindet sich gleich gegenüber der Statue von Jean D’Arc. Ich organisiere mir ein kleines Zimmer im Hotel und entscheide mich, den Rest mit dem Zug zu fahren. Dabei habe ich 2,5 Stunden Aufenthalt in Paris, bevor es zurück nach Honfleur geht.

Kurzer Checkin im Hotel und ab geht es in die City. Orléans hat eine schöne Altstadt mit großer Kathedrale. Die Menschen sitzen draußen auf den Terrassen der Cafés und Restaurants. Viele stehen auch nur in der Gegend und unterhalten sich. Ich mache ein paar schöne Fotos und gönne mir ein Menü in einem der vielen Restaurants.

Die Vorstadtrally nach Paris spare ich mir. Bisher bin ich ca. 1000 km geradelt. 9649 Höhenmeter habe ich bewältigt, sofern ich meinem GPS trauen kann, 9000 davon in der Normandie und der Bretagne. Toi ,toi, toi, wiedermal keine Pannen auf der Tour.

À Paris

Arc de Triomphe

Arc de Triomphe

Im Zug kribbelt es schon. Ich freue mich, weiß nur nicht genau worauf. Am Gare De l’Austerlitz steige ich aus, stehe nun Paris. So langsam dämmert es mir. Ich habe 2,5 Stunden um zum Gare Saint Lazare zu kommen und dazwischen liegt mit das sehenswerteste, was Paris zu bieten hat. Da ich bereits zweimal Paris besucht habe, kommt es mir sehr entgegen.

Los geht's. Paris in a minute...

 

Vom Bahnhof kurz auf die Île de la Cité zur Kathedrale Notre Dame, über die Pont Neuf an der Seine entlang, am Louvre, den Jardins Tuilleris und am Place de la Concorde vorbei, wieder über die Seine, kleiner Stopp am Tour Eiffel, dann hoch zum Trocadero. Anschließend der Hammer schlechthin. Easy rechts ab zum Arc de Triomphe, eine kleine Runde mit ca. 100 anderen Fahrzeugen auf dem neun-spurigen Asphalt drehen, einen kleinen Blick in den Champs Elysée werfen und die nächste rechts runter zum Gare Saint Lazare rollen.


Am Bahnhof Trouville/Deauville tanzt der Bär. Meine letzten 15 km auf dem Rad verlaufen auf der fordernden Küstenstrasse zurück nach Honfleur. Aus der Ferne kann ich schon meinen Mini sehen. Unversehrt steht er gleich am Eingang des Campingplatzes. Die € 44 Gebühren haben sich gelohnt. Erstmal 10 Minuten laufen lassen, damit der kleine in Schwung kommt.

Frisch aus der Dusche packe ich alle Klamotten zusammen und schnall den Randonneur an die Rückscheibe. Anschließend zum Abschied noch ein Dinner in einem kleinen Hafenrestaurant. Gegen 22h starte ich die Heimfahrt, diesmal über Holland.

Wieder ist eine schöne Tour zu Ende. Die Touren an den Meeresküsten sind tatsächlich imposanter und aufregender. Die Normandie und die Bretagne (vor allem St. Malo und Dinard) bleiben mir in besserer Erinnerung als die Loire.

Galerie